Peer Steinbrück

„Für Merkel kann es nur abwärts gehen“

Herr Professor Korte, hat Sie der Wahlausgang überrascht?

Karl-Rudolf Korte: Ja. Dass die Union beinahe die absolute Mehrheit erreicht, hätte ich nicht gedacht.

Und dass die FDP aus dem Bundestag fliegt?

Damit hatte ich gerechnet, ebenso wie mit dem starken Abschneiden der AfD, das zeigt, dass das Thema Eurokrise bei dieser Wahl eine wichtige Rolle gespielt hat.

Was Steinbrück ärgert und Merkel wirklich über die FDP denkt

Vorweg die wichtige Bemerkung: Mimik und Körpersprache können uns nur Hinweise auf den emotionalen Zustand einer Person geben, niemals handelt es sich um Beweise oder Wahrheiten. Die folgende Analyse beruht auf meiner Einschätzung der Situation, die auf meinen Beobachtungen und den neuesten wissenschaftlichen Forschungen im Bereich der nonverbalen Kommunikation basiert.

Steinbrück gewinnt auf Twitter

Wie verlief das TV-Duell in den sozialen Netzwerken? Das Social-Media- Monitoring-Unternehmen Meltwater hat es für p&k ausgewertet. Fazit: Über Angela Merkel wurde zwar im Netz mehr gesprochen, im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Duell konnte der Herausforderer jedoch aufholen. Ingsgesamt gab es zum Stichwort #tvduell 279.000 Tweets. Webig überraschend: Am meisten interessierte die Netzgemeinde beim Duell die Debatte um den NSA-Skandal.

Wie im Pavian-Käfig

Er kann es einfach nicht lassen. Sobald Stefan Raab eine gewisse Anzahl von Leuten um sich herum hat, muss er einfach entertainen. „An welche Szene erinnert Sie das hier?“, fragt der 46-Jährige die versammelte Presse im türkisfarbenen Studio B in Berlin-Adlershof, wo am Sonntag das TV-Duell zwischen Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) stattfindet.

„Der präsidiale Stil von Merkel kommt gut an“

p&k: Herr Abromeit, welche Rede eines Politikers hat Sie zuletzt begeistert?


Abromeit: Oh, das ist schon ein paar Jahre her. Das war Angela Merkels Rede vor dem US-Kongress 2009, in der sie über ihre Vergangenheit in der DDR gesprochen hat. In letzter Zeit hat mich ehrlich gesagt keine Politikerrede vom Stuhl gerissen.


Ist das Niveau der politischen Reden in Deutschland also eher bescheiden?

Wahlkampfvorboten

Am Ende behält Helmut Schmidt immer Recht“: Mit dieser selbstironischen Bemerkung beendet Sigmar Gabriel seine Rede im Willy-Brandt-Haus, einer Rede, die er eigentlich erst einige Monate später halten wollte. Doch der Druck von außen auf die Troika war dann doch zu groß. Neben Gabriel steht Peer Steinbrück, der designierte Kanzlerkandidat der SPD. Der Norddeutsche zeigt denn auch gleich klare Kante. „Wir setzen auf Sieg und nicht auf Platz“, sagt er.

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