Public Affairs

So werden Stakeholder berechenbar

Dass soziale Beziehungen berechenbar sind, ist seit Jahrzehnten gesicherter Stand der Sozialwissenschaften. Dabei kann der Ansatz der relationalen Soziologie nach Harrison White aus den siebziger und achtziger Jahren als Geburtsstunde der anschließenden Netzwerkforschung bezeichnet werden. Trotz dieser langen Entstehungsgeschichte wird die Netzwerkanalyse von Kommunikationsagenturen oder öffentlichen Auftraggebern kaum genutzt.

Die Mehrheit der Lobbyisten wünscht sich Schwarz-Gelb

Nach Einschätzung von Public-Affairs-Managern in Deutschland wird die Große Koalition nach der Bundestagswahl im September fortgesetzt. Diese Prognose äußerten 64 Prozent der Befragten, die an der 16. Public-Affairs-Umfrage der Kommunikationsberatung MSL Germany teilgenommen haben. Die Wunschkoalition wäre für die Mehrheit der Lobbyisten allerdings eine andere: 52 Prozent gaben an, auf ein Bündnis von CDU/CSU und FDP zu hoffen.

Der erste Mitarbeiter eines Health-Start-ups sollte ein Lobbyist sein!

Digitale Disruption und Gesundheit. Wie passt das zusammen? Wir leben im Zeitalter digitaler Transformation, einer Phase rasanter Veränderung, in der digitale Innovationen etablierte Geschäftsmodelle zerstören und ganze Branchen erschüttern. Auch und gerade der Gesundheitssektor ist zunehmend davon betroffen. Junge Start-ups spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn diesen Gründern geht es vor allem um eins: Sie wollen die Gesundheitsversorgung revolutionieren – zum Wohle der Menschen.

Ein guter Artikel braucht heute das Buzzword Virtual Reality in der Schlagzeile.

Es ist seit vergangenem Jahr das digitale Thema: Immer wieder liest man von Virtual Reality (VR). Dabei handelt es sich genau genommen häufig um 360-Grad-Filme. Das sind Videos, die mit mehreren Kameras gedreht werden, die in alle Richtungen zeigen. Die einzelnen Aufnahmen werden zu einer Art kugelrunder Sphäre zusammengefügt. Als Zuschauer setze ich eine VR-Brille auf und befinde mich im Zentrum dieser Sphäre, in einem Film, der komplett um mich herum zu sehen ist.

So funktionieren globale Agentur­netzwerke

Die Seide eines Spinnennetzes ist, bezogen auf ihr Gewicht, viermal belastbarer als Stahl. In einem solchen Gewebe gibt es Sicherungsfäden, Hilfsspiralen und Klebstoffe, die Knotenpunkte zusammenhalten. Trotz dieser Robustheit ist das Netz fein und weich, jeder einzelne Strang elastisch. Diese Kombination ist auch für Agenturnetzwerke ideal, um große Aufträge, die in einer globalisierten Welt immer häufiger werden, aufzufangen. Zumindest in der Theorie.

­Reputation statt ­Paragrafen-Tetris

Wenn in den USA gewählt wird, wird in Deutschland das alte Lied von der Amerikanisierung der politischen Kommunikation gesungen: Das Mutterland des Lobbyings setze Themen und Trends und erprobe die Public-Affairs-Ins­trumente der Zukunft. Doch grelles Wahlkampfgetöse und ein übertriebener Glaube an kurzfristig bahnbrechende technologische Campaigning-Methoden verstellen den Blick auf die wirklich relevante Veränderung in der Branche: Neue Rollenbilder für Public-Affairs-Manager bilden sich als Antwort auf die transformativen Kräfte heraus.

Wie misst man Akzeptanz?

Gesellschaftliche Akzeptanz gehört heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren von Industrieunternehmen. Dabei geht es zum einen darum, die Bedeutung der Industrie für die deutsche Wirtschaft deutlich zu machen. Zum anderen wird eine weitere Dimension der Industrieakzeptanz evident, wenn industrielle Produktion und Wohnbebauung unmittelbar aufeinandertreffen. Denn einen Industriestandort wünschen sich die wenigsten als direkten Nachbarn.

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