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Foto: Peter-Paul Weiler
Politikaward

Spahn, Teuteberg, Juncker und Kaeser mit Politikaward ausgezeichnet

politik&kommunikation hat zum 17. Mal den Politikaward verliehen: Jens Spahn ist "Politiker des Jahres", Linda Teuteberg ist "Aufsteigerin des Jahres", Joe Kaeser ist "Dax-30-CEO des Jahres" und Jean-Claude Juncker "Lebenswerk"-Preisträger.

aus der Redaktion

Jens Spahn (CDU) ist "Politiker des Jahres". Das Magazin politik&kommunikation hat bei einer Preisverleihung in Berlin am 13. Februar den Politikaward vergeben: die FDP-Generalsekretärin, Linda Teuteberg, ist "Aufsteigerin des Jahres", der Siemens-Vorstandsvorsitzende, Joe Kaeser, ist "Dax-30-CEO des Jahres" und der frühere Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erhielt den Politikaward in der Kategorie "Lebenswerk".

Ihre Entscheidung, Jens Spahn mit dem Politikaward zu ehren, begründete die Jury mit seiner erfolgreichen Arbeit als Minister. "Jens Spahn liefert und bringt die meisten Gesetzesentwürfe aller Kabinettsmitglieder ein. Er nimmt als Minister den Regierungsauftrag ernst, ist souverän und geht auch Kompromisse ein. Mit Herzblut hat er große gesellschaftliche Themen gesetzt und vorangetrieben.“, so die Jury. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber schloss sich in seiner Laudatio auf Spahn an. "Ich wünsche dir, dass du die Auseinandersetzung so sachlich, fair und durchsetzungsstark führst wie bisher", sagte der CSU-Politiker mit Blick auf das Rennen um den CDU-Vorsitz. "Ich bin gespannt, was wir vom Politiker des Jahres in den nächsten Wochen hören und sehen."

Linda Teuteberg wurde von der Jury zur "Aufsteigerin des Jahres" gewählt, weil sie trotz fehlender Zugehörigkeit zu etablierten Seilschaften den Sprung in die Bundespolitik schaffte. Die Jury begründete ihre Entscheidung so: "Teuteberg hat sich durchgekämpft. Trotz Kampfabstimmung wurde sie mit knapp 93 Prozent zur FDP-Generalsekretärin gewählt. Mit ihr gehört nun eine erfolgreiche Ostdeutsche zur Spitze der Partei." Die Laudatio auf sie hielt Jörg Thadeusz.

Den Politikaward in der Kategorie "Lebenswerk" überreichte Laudator Martin Schulz (SPD), langjähriger Vorsitzender des Europäischen Parlaments, an Jean-Claude Juncker. Die Jury wählte ihn einstimmig zum Preisträger. "Juncker hat Europa in höchst beeindruckender Weise gestaltet und geprägt – achtzehn Jahre als Premierminister in Luxemburg, acht Jahre als Chef der Eurogruppe und fünf Jahre an der Spitze der EU-Kommission. Dabei hat er sich stets über Parteigrenzen hinweg in den Dienst der europäischen Idee gestellt.", so die Begründung. 

Mit dem "Dax-30-CEO des Jahres" ist in diesem Jahr ein neuer Award hinzugekommen. Diesen erhielt Joe Kaeser, bestimmt durch eine Befragung der Quadriga Hochschule Berlin von Spitzenpolitikern im Sommer 2019. "Kaeser redet mit, diskutiert gern und sammelt auf Twitter jeden Shitstorm, den er kriegen kann.", sagte Laudator und Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann. In seiner Dankesrede sagte Kaeser, "ich mische mich ein, weil ich für ein Unternehmen und eine Gesellschaft stehen möchte, die offen, tolerant und vielfältig, ja, auch wehrhaft sind. Das wollen auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so". 

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Würdigung anwesender Lokalpolitiker, die ihre Arbeit trotz Anfeindungen und Bedrohungen fortführen und "Politik wagen". Torben Werner, Geschäftsführer des Veranstalters Quadriga, kündigte den Start einer gleichnamigen Initiative an. "Mit dieser Initiative möchten wir, gemeinsam mit weiteren Partnern, bedrohten Politiker aktive und praktische Unterstützung geben und damit der zunehmenden Verrohung unserer demokratischen politischen Kultur entgegenwirken", sagte Werner. 

Der Politikaward wird seit 2003 jährlich vom Magazin politik&kommunikation und der Quadriga Hochschule Berlin vergeben. Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem Annalena Baerbock, Robert Habeck, Franziska Giffey, Gerda Hasselfeldt, Malu Dreyer, Paul Ziemiak, Hans-Christian Ströbele, Christian Lindner, Andrea Nahles, Winfried Kretschmann, Ursula von der Leyen, Hans-Dietrich Genscher, Egon Bahr und Heiner Geißler.

In vier Kategorien wurden zudem wieder die besten Kampagnen des Jahres gewürdigt. Die Nominierten präsentierten ebenfalls am 13. Februar in Berlin ihre Kampagnen vor der Jury, die aus erfahrenen Vertretern aus der Politik sowie der Medien- und Kommunikationsbranche besteht.

Das sind die Preisträger der vier Kategorien:

Wahlkampf des Jahres

Bündnis 90/Die Grünen und dieckerschmidt: Europawahl 2019

Gesellschaftliche Kampagne

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club und Ballhaus West: #MEHRPLATZFÜRSRAD

Kampagne von Bund, Ländern und Gemeinden

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Deutscher Verkehrssicherheitsrat und Scholz & Friends Berlin: "Looks like shit. But saves my life."

Kampagne von Unternehmen und Verbänden

Deutsche Kreditbank und Jung von Matt/Neckar: #geldverbesserer – die DKB-Kampagne zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft