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Fotos: Peter-Paul Weiler
Politik

Dreyer, Ziemiak und Ströbele mit Politikaward ausgezeichnet

politik&kommunikation hat zum 15. Mal die Politikawards vergeben. In einer feierlichen Preisverleihung wurden Malu Dreyer als "Politikerin des Jahres", Paul Ziemiak als "Aufsteiger des Jahres" und Hans-Christian Ströbele für sein Lebenswerk geehrt.

Redaktion

politik&kommunikation hat in Berlin zum 15. Mal die Politikawards verliehen: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD) ist "Politikerin des Jahres", der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Paul Ziemiak, ist "Aufsteiger des Jahres" und der langjährige Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele ist Preisträger in der Kategorie "Lebenswerk".

Ihre Entscheidung, Malu Dreyer mit dem Politikaward zu ehren, begründete die Jury damit, dass sie in den Monaten, die von den Wirrungen rund um Bundestag und Regierungsbildung geprägt seien, als starke Ministerpräsidentin einer Ampelkoalition zu den Konstanten zähle. Sie habe die Politik in Deutschland fernab der Berliner Fahrrinne in weniger aufgewühlten Gewässern gestaltet. "Nach dem Wahlerfolg 2016 erhielt sie zudem Anfang Dezember 2017 auf dem Parteitag unter den Schulz-Vertretern das beste Wahlergebnis. Mit ihren Äußerungen zur Frage einer SPD-Regierungsbeteiligung auf Bundesebene nimmt Malu Dreyer zugleich in einer wichtigen Frage Einfluss auf den bundespolitischen Kurs ihrer Partei", so die Jury. Die Laudatio auf Malu Dreyer hielt RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) würdigte in ihrer Laudatio auf Paul Ziemiak (CDU) den bisherigen Werdegang des "Aufsteigers des Jahres“. Die Jury begründete ihre Wahl so: "Paul Ziemiak ist eines der jüngsten der derzeit bekannter werdenden Gesichter auf dem bundespolitischen Parkett und vor den Fernsehkameras. Seit mehr als drei Jahren führt er erfolgreich den größten politischen Nachwuchsverband, die Junge Union Deutschlands. Nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag hat er immer wieder eingefordert, die Wahlverluste der Union selbstkritisch zu analysieren."

Den Politikaward für sein Lebenswerk erhielt Hans-Christian Ströbele aus den Händen von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann. Die Jury würdigte Ströbele dafür, "mehr als zwanzig Jahre lang als profilierter und unbequemer Kopf im Deutschen Bundestag gewirkt, gestritten und hinterfragt" zu haben. "Ob im Plenum, in Untersuchungsausschüssen oder bei der Geheimdienstkontrolle: Er hat die Rechte dieses Verfassungsorgans genutzt und gestärkt – mit Worten, Anträgen und auch vor Gericht. Seine Wahlergebnisse als einziger direkt gewählter Bundestagsabgeordneter seiner Partei sprechen für sich."

Der Politikaward wird seit 2003 jährlich vom Magazin politik&kommunikation vergeben. Preisträger der vergangenen Jahre waren u. a. Christian Lindner, Andrea Nahles, Winfried Kretschmann, Ursula von der Leyen, Hans-Dietrich Genscher, Egon Bahr und Heiner Geißler.

Das sind die Preisträger der sieben Kategorien:

Politische Kampagne

FDP und Heimat Berlin: Kampagne zur Bundestagswahl 2017

Gesellschaftliche Kampagne

Terre des Hommes Deutschland und Super an der Spree: "Stoppt Waffenexporte"

Kampagne von Bund, Ländern und Gemeinden

Förderverein Mach Mittag und Boy Strategie und Kommunikation: Mach Mittag – kein Kinderhunger in Kiel

Kampagne mit kleinem Budget

Herr und Speer: #FreeInterrail – Moving Europe Forward

Disruptive Kampagne

Bundesministerium der Verteidigung und Castenow Communications, Crossmedia: Die Rekruten

Digital Public Affairs

Bundeszentrale für politische Bildung: Deine tägliche Dosis Politik – aufs Smartphone

Kampagne von Unternehmen (Zwei Preisträger)

Merck: Jonathan Heimes Stadion am Böllenfalltor

Verband der Privaten Krankenversicherung und Neues Handeln, Wegewerk: Deutschlands beliebteste Pflegeprofis