Kommunikation

Wie man Authentizität inszeniert

Politik ist nicht nur Partei, Programm und Macht. Sie ist immer auch Vermittlung und mediale Inszenierung. Darum braucht sie ein Gesicht, das Gesicht des Politikers, der diese Macht verkörpert. Das ist insbesondere in Zeiten des Wahlkampfs vonnöten. Je differenzierter und plastischer Politik in den Medien abgebildet ist, desto eher haben Politiker, die besagte Politik verkörpern, die Chance, zu einem nahbaren Politiker zu werden.

Und ewig lockt der Wandel

Kaum eine wichtige Politikerbotschaft kommt ohne das magische Wort aus: Ob Angela Merkel "Offenheit gegenüber dem Wandel" fordert, Christian Lindner anmahnt, dass ein "Weiter so" in Zeiten des Wandels gefährlich sei oder Hubertus Heil die Bedeutung von "Sicherheit in Zeiten des Wandels" hervorhebt – alle wollen beim Bürger zwei wahlentscheidende Stellen ansprechen: den Kopf und zugleich das Bauchgefühl, dass in zentralen Lebensbereichen der Menschen von Arbeitswelt bis Kommunikation, von individueller Lebensgestaltung bis weltweiter Sicherheit so ziemlich alles im

Newsrooms: Notwendig oder nicht?

Schon lange vor Rezo war klar: Die Kommunika­tions­arbeit der Parteien muss sich verändern. Die Kanäle, die sie bespielen, sind immer zahlreicher geworden. Um die Themen über alle Plattformen hinweg zu koordinieren, haben einige Parteien Newsrooms eingerichtet, zuletzt CDU und CSU und die Fraktionen von CDU/CSU und SPD.

Hat das Hinterzimmer ausgedient?

Der Versuch, politische Debatten zu beeinflussen, ist so alt wie die Politik selbst. Schon im Römischen Reich gab es eine Lobia, eine Vorhalle des Senats, in der es sich nicht nur wandeln, sondern auch diskutieren ließ. Und genauso wie Politik sich verändert, verändern sich auch die Lobbys um sie herum. Statt in Hallen und Fluren sprechen Politiker und Lobbyisten heute in Abgeordnetenbüros und Repräsentanzen, auf Veranstaltungen und in sozialen Medien. Der Interessenvertreter nennt sein Geschäft Public Affairs oder Government Relations.

Mischt euch in die Debatte ein!

Die Zahl der Unternehmen, NGOs und Institutionen, die Redaktionen aufbauen, wächst. Der Zulieferer und Gerätehersteller Bosch zum Beispiel versteht sich seit einigen Jahren als "Publishing House“. Das Unternehmen bespielt eigene Kanäle und soziale Plattformen mit gut gemachten Geschichten über Menschen, Entwicklungen und Produkte aus dem eigenen Haus. Vermutlich spielt die Kommunikation über klassische Medien für Bosch immer noch eine Rolle. Aber das Grundverständnis lautet: Marken sind selbst Medien.

Mit Marketing-Automation Unterstützer individuell ansprechen

Um Menschen zu erreichen, zu mobilisieren und für die eigene Organisation zu gewinnen, steht Parteien und Interessenvertretungen heute eine Vielzahl an Kanälen zur Verfügung. Dadurch wird es aufwändiger, alle Interaktionen zu koordinieren und inhaltlich aufeinander abzustimmen. Es besteht die Gefahr, dass (potenzielle) Unterstützer mit uneinheitlichen Botschaften überhäuft werden. 

Das Setting sollte spannend sein

 Was vor einigen Jahren mit gezielten Livestreaming-­Apps (Periscope, Meerkat, You Now) begann, bietet inzwischen fast jede Plattform an. Sowohl auf Instagram als auch bei Twitter, Youtube und Facebook kann man jederzeit einen Livestream starten. Und mit Twitch entwickelt sich gerade eine Plattform mithilfe von Livestreams aus der Gaming-Nische hin zur Entertainment-Plattform.

Doch warum sollte man überhaupt live gehen? Und was macht einen Livestream erfolgreich? Hier sind zehn Tipps, die Livestreams besser machen.

Die zehn größten Fehler in der Online-Kommunikation von Verbänden

Verbänden fällt es, oft auch wegen begrenzter Ressourcen, schwer, alle Methoden und Techniken der Online-Kommunikation so versiert einzusetzen, wie das etwa im Marketing von Großunternehmen oder bei politischen Parteien gang und gäbe ist. Das führt dazu, dass manches Kommunikationsziel kaum oder gar nicht erreicht wird – und das ohne Not. Die zehn gravierendsten Mängel dabei sind:

Warum hybride Konflikte kommunikativ so gefährlich sind

Psychologische Kriegsführung und mediale Beeinflussung der Bürger und der Bevölkerung anderer Nationen sind keine neuen Phänomene. Während des Zweiten Weltkriegs verbreiteten die Nationalsozialisten in der "Deutschen Wochenschau" ihre Propaganda an das eigene Volk. Die USA wiederum warfen Flugblätter in deutscher Sprache über Deutschland ab, später wiederholten sie dies im Irak, wo sie auch Schulmaterial und Zeitungen verteilten.

Was Politiker von Boxern lernen können

Andrea Nahles will der CDU auf die Fresse geben. Alexander Gauland will die Kanzlerin jagen. Der Wahlkampf und die ersten Stunden und Tage danach haben gezeigt: Irgendetwas läuft nicht rund im System der Bundesrepublik und es hat viel mit Kommunikation zu tun. Große Teile der Bevölkerung misstrauen den Parteien, die Parteien misstrauen den Medien. Es herrscht Verunsicherung im Land, ganz unten genauso wie ganz oben. Das ist alles ziemlich kompliziert.

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