Bayern

Die Trickkiste der ­Doppelwahl

Die bayerische SPD ist nicht zu beneiden. Sie hat insgesamt nur rund zwei Millionen Euro für ihren Landtagswahlkampf zur Verfügung – und das im flächengrößten deutschen Bundesland. Angesichts des drohenden vierten Platzes (nach CSU, Grünen und AfD) kann man auch nicht gerade behaupten, dass sie das politische Momentum auf ihrer Seite hätte. Doch dann kam dieser eine Tag, an dem jemandem aus dem SPD-Team auffiel, dass es die finanziell weit besser aufgestellte CSU versäumt hatte, sich die Domain für ihren Wahlkampfslogan "Söder macht‘s" zu sichern.

"Mit der Ratio alleine werden Sie nicht alle Menschen erreichen"

Franz Josef Strauß war Ihr Entdecker, Lehrmeister und väterlicher Freund. Was sind Sie für Markus Söder?

Ich bin für Markus Söder ein Mentor, der ihm aus seiner langen politischen Erfahrung heraus bei Bedarf den einen oder anderen Rat geben kann. Ich habe seine politische Karriere seit Langem wohlwollend begleitet und unterstützt.

Seit wann kennen Sie ihn, wie wurden Sie auf ihn aufmerksam?

Münchner Netzwerker

Politik erscheint manchmal selbst im Sieg ungerecht. Obwohl Wolfgang Stefinger den Wahlkreis München-Ost mit 44,7 Prozent im ersten Anlauf geholt hat, lästert der „Münchner Wochenanzeiger“, der 28-Jährige sei bis vor Kurzem außerhalb von Waldperlach ein „unbeschriebenes Blatt“ gewesen. Stefinger sieht das ganz anders: „Ich denke, ich bin im Wahlkreis inzwischen sehr bekannt.“ Und auch beliebt.

"Eine absolute Mehrheit für die CSU ist möglich"

p&k: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die bevorstehende Landtagswahl als „Mutter aller Schlachten“ bezeichnet. Weshalb diese drastische Wortwahl?
Ulrich Berls: Das ist ein etwas schiefes Sprachbild, denn es war ja der irakische Diktator Saddam Hussein, der diese Parole zu Beginn des Zweiten Golfkrieges ausgegeben hatte. Was dahinter steckt, ist die Einschätzung, dass die Wahl am 15. September wirklich eine „Alles-oder-nichts-Wahl“ ist.

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