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Sie wollen rein

Diese Politiker wollen 2013 in den Bundestag gewählt werden.

Müntes Mädchen
Michelle Müntefering: Die Ehefrau von Ex-SPD-Chef Franz Müntefering zieht für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Sie tritt im Wahlkreis Herne/Bochum II an, der als Hochburg der SPD und damit als sicheres Sprungbrett in den Bundestag gilt. Die 32-Jährige gehört seit acht Jahren dem Vorstand der NRW-SPD an. Mit Franz Müntefering ist die Journalistin, die ihre Ausbildung bei der Parteizeitung „Vorwärts“ machte, seit 2009 verheiratet.

Der Kommissar
Charles M. Huber: Der Schauspieler, bekannt durch seine Rolle als Polizeikommissar Henry Johnson in der Krimiserie „Der Alte“, kandidiert für die hessische CDU in Darmstadt.Der gebürtige Münchner mit senegalesischen Wurzeln war bisher Mitglied der CSU, will nun aber in die CDU eintreten. Huber wird es jedoch nicht leicht haben, seine Konkurrentin ist die ehemalige SPD-Justizministerin Brigitte Zypries. Seine Themen: Familienpolitik und Bildung.

Der Kreuzberg-Schwabe
Cem Özdemir: „Yes we Cem” – hieß es 2008, als die Grünen mit großer Mehrheit Cem Özdemir zu ihrem neuen Vorsitzenden wählten. In den Bundestag schaffte es der 46-Jährige ein Jahr später jedoch nicht. Das soll sich vier Jahre später ändern: Özdemir will das Direktmandat im Wahlkreis Stuttgart 1 gewinnen. Keine leichte Aufgabe, denn die CDU ist hier traditionell stark. Den Alltag eines Abgeordneten kennt Özdemir, der in Berlin-Kreuzberg wohnt, nur zu gut, von 1994 bis 2002 saß er für die Grünen bereits im Bundestag.

Der bärtige Hoffnungsträger
Christian Kühn: Der 33-jährige Grünen-Politiker mit dem markanten Vollbart wurde am 13. Juli in Tübingen als Bundestagskandidat nominiert. Er soll Winfried Hermann beerben, der 2011 aus dem Bundestag ausschied, um Verkehrsminister in Baden-Württemberg zu werden. Kühn ist seit Ende 2009 Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind die Verkehrs-, Umwelt- und Hochschulpolitik.

Die grüne Piratin
Anke Domscheidt-Berg: Die 44-jährige Unternehmerin, Open-Government-Verfechterin und ehemalige Grüne will für die Piratenpartei in den Bundestag. Sie bewirbt sich um Listenplatz 1 der Piratenpartei Brandenburg.

Der Gewinner-Verlierer
Jost de Jager: Der Vorsitzende der CDU Schleswig-Holstein will den Wahlkreis Flensburg-Schleswig erobern. De Jager braucht ein Erfolgserlebnis: Trotz des Wahlsieges im Mai, blieb der CDU nur die Oppositionsrolle.

„Kraaaaasss!“
Florian Simbeck: Der Schauspieler und Fernseh-Reporter ist bekannt durch die von ihm verkörperte Figur „Stefan Lust“ im Comedy-Duo „Erkan und Stefan“. Der 41-Jährige will im Wahlkreis Pfaffenhofen-Freising (Bayern) für die SPD kandidieren. Die Wahlkreis-Delegierten entscheiden am 25. Oktober über Simbecks Kandidatur.

Der Stratege
Sebastian Nerz: Die Piratenpartei Baden-Württemberg hat den stellvertretenden Bundesvorsitzenden auf Listenplatz 1 für die kommende Bundestagswahl gewählt. Der 29-Jährige tritt in Tübingen als Direktkandidat an. Zudem leitet er den Wahlkampf der Bundespartei. Dabei braucht der Bioinformatiker vor allem eins:  strategisches Geschick.