Bonn

"Bonn ist so weit weg. Das ist wirklich Archäologie"

Herr Wonka, Sie haben in Berlin einen eigenen Hintergrundkreis, "Die Provinz". Hatten Sie schon einmal Herrn Neukirchen zu Gast?

Wonka: Nein, wir laden keine Interessenvertreter ein … (stutzt). Wobei, das stimmt nicht. Natürlich laden wir den Vorsitzenden des DGB ein oder den Vorstandsvorsitzenden von BMW. Das sind beide Interessenvertreter. Auch Herr Wiefelspütz als SPD-Abgeordneter ist ein Interessenvertreter.

"Bonn war 50 Jahre gute Politik"

p&k: Herr Neukirchen, Herr Wonka, Herr Wiefelspütz, wann waren Sie zuletzt in Bonn?

Johannes Neukirchen: Vor zwei Wochen.

Dieter Wonka: Vor zwei Jahren. Es kam mir vor, als sei ich schon hundert Jahre nicht mehr da gewesen.

Warum?

Wonka: Weil Bonn so schrecklich klein ist, wenn man aus Berlin kommt.

Und Sie, Herr Wiefelspütz? Wann waren Sie zuletzt dort?

50 Jahre Stallwächterparty

[no-lexicon]Im August 1964 hatte Adalbert Seifriz, Chef der Baden-Württembergischen Landesvertretung, eine Idee: In der damaligen Bundeshauptstadt Bonn war mitten in der parlamentarischen Sommerpause wenig los. Die meisten Abgeordneten waren im Urlaub. Ohne sie kam auch das politische Nachtleben zum Erliegen. Seifriz wollte Abhilfe schaffen. Als Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund lud er zu einem spontanen Grillfest im Garten der Landesvertretung ein.

Nach Berlin ziehen?

Vor 20 Jahren beschloss der Bundestag den Umzug von Parlament und Bundesregierung nach Berlin. Doch noch heute haben sechs Ministerien ihren Hauptsitz in Bonn. Kritiker fordern seit langem, die Regierung komplett in die Hauptstadt zu verlegen.
Ist es an der Zeit, das Bonn-Berlin-Gesetz zu revidieren?

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