Regierung bekommt Zuspruch, Opposition fällt durch
Trotz des Wunschs nach einem Wechsel stellten die Public-Affairs-Beauftragten der Regierung ein deutlich besseres Zeugnis aus als noch im vergangenen Jahr. Damals hatten insgesamt 53 Prozent deren Arbeit als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ beurteilt. Diesmal machten 58 Prozent der Befragten ihr Kreuz bei „gut“ oder sogar „sehr gut“. Besonders positiv schnitten die Bereiche Außenhandel, Steuer- und Finanzpolitik sowie Bildung, Forschung, Technologie und Innovation ab. Noch weiter in der Gunst gesunken ist die Oppositionsarbeit. 80 Prozent halten diese für unzureichend, 2016 waren es 76 Prozent.
Großer Wunsch nach einheitlicher Digitalpolitik
Eine große Mehrheit von 84 Prozent der PA-Manager wünscht sich eine zentrale Koordination der Digitalpolitik durch einen Staatsminister im Bundeskanzleramt oder in einem eigenen „Digitalministerium“. Lediglich elf Prozent halten der Umfrage zufolge die derzeitige Aufsplittung des Bereichs für sinnvoll.
Wichtigstes Thema für die nächste Bundesregierung ist nach Ansicht der Befragten weiterhin die Migrationspolitik (49 Prozent), gefolgt von der Digitalen Agenda (47 Prozent), der Eurokrise (44 Prozent) und den Verhandlungen über den Brexit (35 Prozent).
Knapp die Hälfte der Befragten erwartet einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung, nur vier Prozent vermuten eine rückläufige Tendenz. Vor der anstehenden Bundestagswahl suchen zwei Drittel der Lobbyisten gezielt den Dialog mit den Parteien zu deren Programminhalten. 28 Prozent der Befragten gaben an, die Koalitionsverhandlungen in der neuen Legislaturperiode abzuwarten.
Für die 16. Public-Affairs-Umfrage hat die Kommunikationsberatung MSL Germany im April und Mai 2017 Public-Affairs-Verantwortliche aus Unternehmen und Verbänden befragt. Rund 60 Antworten gingen in die Auswertung ein. Die vollständige Umfrage finden Sie hier. [/no-lexicon]