Zukunft

Nachhaltige Stadtentwicklung: Städte lebenswert und krisenfest machen

Covid-19 hat unsere Art und Weise zu leben und zu arbeiten grundlegend infrage gestellt und unsere täglichen Routinen verändert. Auch wenn die Gesellschaft nun allmählich zur Normalität zurückkehrt, verbringen viele immer noch mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als im Büro. Unternehmen wie Twitter oder Amazon wollen ihren Mitarbeitenden die Option auf Homeoffice dauerhaft einräumen. Wir konsumieren weniger und besorgen das Nötigste in der Nachbarschaft oder online. Stadtzentren und Einkaufszentren haben an Anziehungskraft verloren.

Stabil, Verlässlich und Fair – Wie Lieferketten sich verändern müssen

Wie unter einem Brennglas offenbart die Corona-Pandemie die Schwachstellen unserer globalen Wirtschaft. Das winzig kleine Virus deckt auf, wie anfällig und zerbrechlich die Lieferketten vieler Unternehmen sind. Wo möglich haben Unternehmen darauf reagiert, neue Lieferanten, andere Lieferregionen oder alternative Transportwege erschlossen – mit zum Teil erheblichem Aufwand und Mehrkosten. Auch die Bundesregierung und die Länder sind eingesprungen, haben Krisenzentren gebildet und Plattformen aus dem Boden gestampft.

Die Krise als Katalysator für die Mobilitätsbranche und die Politik

Autofahrer in Berlin, Hamburg und München verbringen jedes Jahr durchschnittlich über 140 Stunden im Stau. Bis zu einem Drittel des urbanen Verkehrsaufkommens ist zu Spitzenzeiten reine Parkplatzsuche. Es drohen Fahrverbote durch Feinstaubbelastung und die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors sinken nicht, sie steigen. Der ÖPNV ist vielerorts überlastet und unterfinanziert, Radfahrer leben gefährlich.

Eine andere Welt

Das Unerwartete ist eingetreten – ein hochinfektiöses, leicht von Mensch zu Mensch übertragbares Virus – Covid-19 – hat eine globale Pandemie ausgelöst und die Weltwirtschaft zu einer bisher nicht gekannten Vollbremsung gezwungen. Die Welt steht vor einer Rezession, die unseren Alltag tiefgreifend treffen wird. In der Zeit nach dem Virus wird vieles anders sein, manches sogar radikal anders. Das wird auch und gerade für viele Märkte gelten. Bedarfe und Verbraucher werden sich grundsätzlich wandeln, und genau darauf werden sich Unternehmen einstellen müssen.

Und ewig lockt der Wandel

Kaum eine wichtige Politikerbotschaft kommt ohne das magische Wort aus: Ob Angela Merkel "Offenheit gegenüber dem Wandel" fordert, Christian Lindner anmahnt, dass ein "Weiter so" in Zeiten des Wandels gefährlich sei oder Hubertus Heil die Bedeutung von "Sicherheit in Zeiten des Wandels" hervorhebt – alle wollen beim Bürger zwei wahlentscheidende Stellen ansprechen: den Kopf und zugleich das Bauchgefühl, dass in zentralen Lebensbereichen der Menschen von Arbeitswelt bis Kommunikation, von individueller Lebensgestaltung bis weltweiter Sicherheit so ziemlich alles im

Kanäle in die Politik

Der Unterschied könnte größer kaum sein: Wer sich früher als junger Mensch politisch engagierte, tat dies mehrheitlich in eta­blierten Parteien. Ochsentour, Marsch durch die Institutionen, Parteiämter, langer Atem. Hinzu kamen im Vergleich zu heute klare Weltbilder: Wer etwa der Babyboomer-Kohorte bis Mitte der 1960er-Jahrgänge angehörte, war entweder von seinen durch die 68er-Bewegung geprägten Lehrern angetan oder abgeschreckt.

Lust auf Zukunft

Das Hambacher Fest, was war das noch? Man kramt im vergilbten Schulwissen über eine konturlose Epoche. Es war diese fidele Pfälzer Vormärzfete. Kurzes Erwachen aus dem Biedermeierschlaf. 30.000 Patrioten beim Massenpicknick für Einigkeit und Recht und Freiheit. Schwarzrotgolden umwogte ein Fahnenmeer die Schlossruine auf der Haardt.

Seiten

RSS - Zukunft abonnieren