Washington

Im Sumpf der Eitelkeiten

"Ihr Hund ist fett", sagt Harry Reid 2009 über George W. Bushs schwarzen Scottish Terrier Barney. Der demokratische Senator aus Nevada ist bekannt für seine schroffe Art. Ruft Tom Coburn, republikanischer Senator aus Oklahoma, ihn beispielsweise verärgert an, legt er oft einfach auf, wenn für ihn alles gesagt ist. "Kollegial" nennt man in Washington so ein Verhältnis. Übersetzt heißt das: Sie hassen sich. Im Hauptstadtclub Washington, einem "brodelnden Eintopf menschlicher Bedürfnisse", sind solche Bosheiten Alltag.

Run, Warren, Run

"I’m the democratic wing of the Democratic party" wird dem progressiven Hoffnungsträger im demokratischen Vorwahlkampf 2004, Howard Dean, zugeschrieben. Elf Jahre später sind viele der damaligen jungen Mitarbeiter von Dean in führenden Positionen demokratischer Beratungsfirmen. Sie haben die Hoffnung auf eine fortschrittlichere Partei dennoch nicht aufgegeben, bloß die Trägerin ist neu. Heute tragen sie T-Shirts mit der Aufschrift: "I’m the Elizabeth Warren wing of the Democratic Party".

Endspurt vor den Midterms

Ganz Washington kennt im Moment nur ein Thema: die Wahl der 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und rund eines Drittels der Senatoren. Doch wie auch bei Präsidentschaftswahlen entscheidet sich das Endergebnis maßgeblich in wenigen Staaten. Ein Überblick.

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