Wahlplakate

Plakative Langeweile

[no-lexicon] Kommunikation ist Reduktion von Komplexität. Das gilt ganz besonders im Ausnahme­zustand des Wahlkampfs. In kürzester Zeit und auf begrenztem Raum die prägnanteste Aussage treffen – in dieser Königsdisziplin der Massenkommunikation üben sich die deutschen Parteien seit vielen Jahrzehnten. Manche politische Slogans sind dem kollektiven Gedächtnis erhalten geblieben, andere mangels Strahlkraft und Stringenz längst in Vergessenheit geraten.

Zwischen Sympathie- und Störfaktor

Ein Plakat im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 2011 zeigt Olaf Scholz (SPD) ganz staatsmännisch. Dunkler Anzug, lilafarbene Krawatte, im Hintergrund gedeckte Farben. Neben Scholz steht nur ein Wort im dezenten Schriftzug: Klarheit. Welchen Beitrag leistet so ein Plakat im Wahlkampf? Um das herauszufinden, wäre nach der Wahl eine umfassende Evaluation der Wirkung der Wahlplakate nötig gewesen.

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