Wahlkampagne

Mission fünf Millionen

Um den Gipfel des Mount Everest zu besteigen, braucht man heutzutage entweder sehr viel Geld für einen professionellen Bergführer oder sehr viel Erfahrung, um den Weg hinauf zur Spitze allein zu meistern.
Auch die Grünen wollen hoch hinaus: Ihr Drang gilt nicht dem Mount Everest, sondern dem Prozentbalken am Wahlsonntag des 22. September. Mehr als sechs Millionen Zweitstimmen sollen her. Doch die Mittel für den Gipfelsturm sind begrenzt: Gerade mal 5,5 Millionen Euro stehen der Partei im Wahlkampf zur Verfügung.

„Ich sehe zunehmend entpolitisierte Journalisten“

Wenn man die 197 Seiten Ihres „Höllenritts“ liest, hat man den Eindruck, Wahlkampfmanagement ist reine Nervensache. In der Politik regiert der Zufall?

Stauss: In der Politik regiert – wie überall sonst auch – das Leben. Und das ist eben voller Zufälle. Ins Schlingern gerät man erst, wenn auch die vorhersehbaren Schwierigkeiten nicht im Vorfeld adressiert werden.

Organisierte Planlosigkeit in einer lose verkoppelten Anarchie. Wie sieht Ihr Gegenkonzept für einen sinnvoll strukturierten Wahlkampf aus?

Wahlkampfvorboten

Am Ende behält Helmut Schmidt immer Recht“: Mit dieser selbstironischen Bemerkung beendet Sigmar Gabriel seine Rede im Willy-Brandt-Haus, einer Rede, die er eigentlich erst einige Monate später halten wollte. Doch der Druck von außen auf die Troika war dann doch zu groß. Neben Gabriel steht Peer Steinbrück, der designierte Kanzlerkandidat der SPD. Der Norddeutsche zeigt denn auch gleich klare Kante. „Wir setzen auf Sieg und nicht auf Platz“, sagt er.

Die Kanzlermacher

Berlin-Mitte, Unter den Linden

Vom Lifestyle-Magazin „Architectural Digest“, das 2011 seine Redaktionsräume in Berlin aufgab, um zurück nach München zu ziehen, ist nur der Fußabtreter geblieben. „AD“ steht auf der Matte am Eingang, auf der sich seit einigen Monaten die Mitarbeiter der Agentur „Blumberry“ die Schuhe abputzen.

Zwischen Sympathie- und Störfaktor

Ein Plakat im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 2011 zeigt Olaf Scholz (SPD) ganz staatsmännisch. Dunkler Anzug, lilafarbene Krawatte, im Hintergrund gedeckte Farben. Neben Scholz steht nur ein Wort im dezenten Schriftzug: Klarheit. Welchen Beitrag leistet so ein Plakat im Wahlkampf? Um das herauszufinden, wäre nach der Wahl eine umfassende Evaluation der Wirkung der Wahlplakate nötig gewesen.

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