Ursula von der Leyen

Das Machtsystem Von der Leyen

Ursula von der Leyen wird erst in zwei Stunden mit dem Hubschrauber angeflogen kommen, doch schon jetzt lässt ein einziger Satz sie in allen Köpfen landen: "Denken Sie daran, es geht um die besten Bilder." Die Infanterieschule in Hammelburg. Die Bundeswehr hat zum Medien­tag in das fränkische Garnisonsstädtchen geladen – und Heerscharen von Journalisten sind gekommen. Zum Peschmerga-Gucken und zur Von-der-Leyen-Show.

Recruiting für ­Rekruten

Putin, Peschmerga und ­Pannenflieger – in den ­vergangenen Monaten gab es viel schlechte Presse für die Bundeswehr. Gleichzeitig werden mehr als 20.000 neue ­Soldaten gesucht. Ihre Aufgabe besteht auch darin, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber dar­zustellen. Wie passt das zusammen?

Vom Gedöns zum Top Act und retour

Wenn es im Jahr 2000 in den Medien um die Zukunft "der Familie" ging, dominierten Beiträge über Lasten und Risiken. Die Diagnosen waren überzeichnet, aber die unterstellte Misere bedrückte durch einen realen Kern. Über Jahrzehnte hatte Familienpolitik, betrieben mit hohem finanziellem Aufwand, unbefriedigende Ergebnisse erzielt. Da sich die politischen Eliten nicht sonderlich dafür interessierten, fiel es ihnen nicht auf.

Vorsicht, Mutti-Falle!

p&k: Frau Bauer-Jelinek, viele denken beim Wort "Macht" an Gier und Herrschsucht. Warum ist das Thema so negativ besetzt?

Christine Bauer-Jelinek: Macht hat vor allem in Deutschland und Österreich, den Verliererstaaten des Zweiten Weltkriegs, einen extrem negativen Beigeschmack, beinahe etwas Anrüchiges. Das Verständnis von Macht hängt sehr stark von der Nationalität ab – und vom Geschlecht.

Inwiefern?

Rhetorikcheck: Ursula von der Leyen

Es ist nach 17 Uhr, als Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an das Rednerpult tritt. 38 Abgeordnete haben seit dem Morgen im Deutschen Bundestag zum Haushalt 2015 gesprochen. Die Reihen haben sich gelichtet. Kein Zweifel, auf viele wirkt Ursula von der Leyen routiniert und kompetent in der Sache. Und nicht wenige wünschen sich, ebenso energiegeladen und souverän zu wirken wie sie. Doch machen diese Eigenschaften allein einen guten Redner aus?

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