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Wider den Hass im Netz

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff hat es getan, Alexandria Ocasio-Cortez, Abgeordnete von New York im US-Repräsentantenhaus für die Demokratische Partei, auch, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zumindest vo­rrübergehend, und der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat mit seinem "Bye-bye" vor einigen Monaten besonders viele Schlagzeilen gemacht: Die Rede ist vom Abschied aus den sozialen Netzwerken. Dabei gehören Facebook, Instagram, Twitter und Co. heute längst zum Kommunikationsrepertoire von Personen des öffentlichen Lebens.

Wie digitale Plattformen sich um Transparenz bemühen

Vor der Europawahl war die Sorge vor möglichen Manipulationen im Netz groß. Insbesondere Facebook stand nach diversen Daten­skandalen, mangelnder Transparenz und immer mehr Hass und Hetze in der Kritik. Vor allem der Skandal um die massenhafte Nutzung von Facebook-Nutzerdaten für politische Zwecke durch die Firma Cambridge Analytica löste 2018 einen globalen Aufschrei aus und machte erstmals die dringende Notwendigkeit für Regulierung und mehr Kontrolle bei gesellschaftlichen Fragen offensichtlich.

Multiple Persönlichkeiten im Social Web

Es ist der 1. Dezember 2015 und seine Fans auf Facebook merken es sofort: Frank-Walter Steinmeier hat sein Profil verändert. Statt eines typischen PR-Fotos mit dem lächelnden Konterfei des Außenministers prangt nun eine kleine Aids-Schleife an der Position des Profilbilds. Sämtliche Äußerungen postet der SPD-Politiker mit dem digital angesteckten Symbol, gleichsam als Mahnmal für Opfer und Betroffene der Krankheit.

Twitter kontrolliert Auffindbarkeit von Tweets

Der Microblogging-Dienst Twitter wird zehn Jahre alt und erfreut sich gerade unter Kommunikationsprofis großer Beliebtheit. Im Hybrid-Media-System, in dem klassische und neue Medien interagieren und sich dadurch gegenseitig beeinflussen, spielt die Symbiose von Twitter und den klassischen PR-Kanälen nämlich eine zentrale Rolle. Ein strategisches Ziel besteht beispielsweise darin, die Aufmerksamkeit für den eigenen Twitter-Account zu erhöhen, um die Anzahl der Follower und damit die eigene Reichweite im Twitter-System zu steigern.

So nutzen politische Kommunikatoren Social Media

Kein Berufsfeld in der politischen Sphäre hat in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen wie die politische PR. Ob bei den Auseinandersetzungen um TTIP, Verhandlungen im Rahmen der Energiewende oder in der Flüchtlingskrise: Politische PR-Akteure sind überall und mittendrin. Dabei versuchen sie, Entscheidungsträger, die Öffentlichkeit oder gezielt einzelne Stakeholder für ihre Positionen zu gewinnen. Dies erfolgte jahrzehntelang über traditionelle Wege der Meinungsverbreitung wie Anzeigenkampagnen oder Pressemitteilungen.

Und alle so: Yeah!

Welcher Politiker kennt das nicht: Wenige Monate vor der Wahl werden ehrenamtliche Kräfte aus der Partei, engagierte Jungpolitiker oder sogar die eigene Familie dringend gebraucht, um im Wahlkampf mitzudenken und vor allem mitanzupacken. Spätestens dann stellt der eine oder andere fest: Mein Team ist kleiner, als ich dachte. Oft liegt das daran, dass die Beziehungspflege zu Sympathisanten und Unterstützern vernachlässigt wurde.

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