Studie

Wider den Hass im Netz

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff hat es getan, Alexandria Ocasio-Cortez, Abgeordnete von New York im US-Repräsentantenhaus für die Demokratische Partei, auch, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zumindest vo­rrübergehend, und der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat mit seinem "Bye-bye" vor einigen Monaten besonders viele Schlagzeilen gemacht: Die Rede ist vom Abschied aus den sozialen Netzwerken. Dabei gehören Facebook, Instagram, Twitter und Co. heute längst zum Kommunikationsrepertoire von Personen des öffentlichen Lebens.

PA-Managern geht’s prima!

Public Affairs haben sich in Deutschland stark professionalisiert. Im Rahmen einer Berufsfeldstudie der Quadriga Hochschule Berlin wurden auch Daten über Public-Affairs-­Schaffende erhoben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Public Affairs in den Leitungsebenen von Unternehmen und Organisationen angekommen sind. Public-Affairs-Manager verfügen oft über langjährige Erfahrung in ihren Positionen, erzielen Spitzen­gehälter und sind zudem auch noch zufrieden mit ihrer Tätigkeit.
 

Messenger werden als Informationskanal immer wichtiger

Je näher die Bundestagswahl rückt, desto intensiver beschäftigen sich Parteien und Kandidaten mit der Auswahl der passenden Kanäle, um Wähler zu mobilisieren. Die aktuelle Studie "Informationsverhalten der Deutschen zu politischen Themen" von Yougov hat sich das Informationsverhalten der Deutschen in Bezug auf politische Themen genauer angeschaut.

Public-Affairs-Beauftragte stellen Großer Koalition schlechtes Zeugnis aus

Nach Einschätzung von Public-Affairs-Beauftragten hat sich im vergangenen Jahr die Leistung der Großen Koalition auf Bundesebene verschlechtert. Das geht aus einer Umfrage der Agentur MSL Germany hervor. Mehr als die Hälfte der 70 teilnehmenden Public-Affairs-Verantwortlichen aus Unternehmen und Verbänden bewertet die Arbeit der Regierung mit "schlecht" (50 Prozent) oder sogar "sehr schlecht" (drei Prozent). Die Leistung der Opposition wird von 76 Prozent als unzureichend eingestuft.

Multiple Persönlichkeiten im Social Web

Es ist der 1. Dezember 2015 und seine Fans auf Facebook merken es sofort: Frank-Walter Steinmeier hat sein Profil verändert. Statt eines typischen PR-Fotos mit dem lächelnden Konterfei des Außenministers prangt nun eine kleine Aids-Schleife an der Position des Profilbilds. Sämtliche Äußerungen postet der SPD-Politiker mit dem digital angesteckten Symbol, gleichsam als Mahnmal für Opfer und Betroffene der Krankheit.

So nutzen politische Kommunikatoren Social Media

Kein Berufsfeld in der politischen Sphäre hat in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen wie die politische PR. Ob bei den Auseinandersetzungen um TTIP, Verhandlungen im Rahmen der Energiewende oder in der Flüchtlingskrise: Politische PR-Akteure sind überall und mittendrin. Dabei versuchen sie, Entscheidungsträger, die Öffentlichkeit oder gezielt einzelne Stakeholder für ihre Positionen zu gewinnen. Dies erfolgte jahrzehntelang über traditionelle Wege der Meinungsverbreitung wie Anzeigenkampagnen oder Pressemitteilungen.

Frauen sind in der Politik unterrepräsentiert

Die Beratungsgesellschaft Kienbaum ist in einer Studie zum Frauenanteil in der Politik zu dem Ergebnis gekommen, dass noch zu wenige Frauen Leitungsfunktionen besetzen. Untersucht wurden die drei Landesregierungen Rheinland-Pfalz, Sachsen und Berlin. Maßstab war die 30-Prozent-Quote, die gesetzlich festgeschrieben ist und vorsieht, dass ab Januar 2016 in bestimmten Unternehmen bei Neubesetzungen von Führungspositionen der Frauenanteil bei mindestens 30 Prozent liegen muss. Dabei wurde auch in der Politik ein großer Nachholbedarf festgestellt.

Das Vertrauen schwindet

Die deutsche Bevölkerung wird zunehmend skeptischer. Laut der Vertrauensstudie der Agentur Edelman, dem Trust Barometer, sinkt das Vertrauen der Menschen sowohl in Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen als auch in die Medien. Lediglich die deutsche Regierung legt in puncto Vertrauen etwas zu.

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