Sprache

Warum der "Rasse"-Begriff nicht ins Grundgesetz gehört

Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetztes lautet: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Soweit so gut. Oder vielleicht doch nicht? 

Wie Leichte Sprache Texte für alle ermöglicht

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur Aufzüge und Rampen für Rollstuhlfahrer, Brailleschrift und Bodenleitsysteme für blinde Menschen und Gebärdensprache für Gehörlose. Wer nicht so gut lesen kann, ist auf Leichte Sprache angewiesen. Sie ist eine wichtige Voraussetzung, damit auch Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben können. Ebenso können Menschen mit Demenz profitieren und Zugewanderte, denen leichte Texte beim Einstieg in die deutsche Sprache helfen. 

Schluss mit den Phrasen!

Wenn Politiker reden, sind Phrasen nicht weit. Sie versprechen nach einer unangenehmen Affäre "schonungslose Aufklärung", wollen das Desaster nach einer Wahlniederlage "schonungslos aufarbeiten". Sie wollen "die Zukunft gestalten" und gehen nach langem Hin und Her schließlich doch ein "belastbares Bündnis" mit der Konkurrenzpartei ein, um "substanzielle Ergebnisse" für die "kleinen Leute" zu erreichen.

Hört auf mit dem elitären Geschwurbel!

Also sprach Josef Ackermann, damals Chef der Deutschen Bank, im Sommer 2008, im ersten Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise: "Wir werden unseren Kurs der zeitnahen Transparenz fortsetzen und uns unvermindert für zielführende Reformen des Finanzsystems insgesamt einsetzen." Auf dieses Zitat bin ich in dem Buch "Der Sprachverführer" von Thomas Steinfeld gestoßen. Was will Ackermann mit diesem Satz sagen? Beziehungsweise: Was will er nicht sagen?

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