Soziale Medien

Facebooks neues Regelwerk für politische Werbung

Google, Twitter und Facebook wurden immer wieder für die mangelnde Transparenz der politischen Kommunikation auf ihren Seiten kritisiert. Jetzt hat Facebook politische Werbung in Deutschland transparent gemacht. Fast unbemerkt und für viele politische Akteure überraschend führte das Netzwerk am 15. April, acht Wochen vor der Europawahl, ein neues Regelwerk ein.

Warum hybride Konflikte kommunikativ so gefährlich sind

Psychologische Kriegsführung und mediale Beeinflussung der Bürger und der Bevölkerung anderer Nationen sind keine neuen Phänomene. Während des Zweiten Weltkriegs verbreiteten die Nationalsozialisten in der "Deutschen Wochenschau" ihre Propaganda an das eigene Volk. Die USA wiederum warfen Flugblätter in deutscher Sprache über Deutschland ab, später wiederholten sie dies im Irak, wo sie auch Schulmaterial und Zeitungen verteilten.

Wie sich die Redenkultur verändert hat

In früheren Zeiten konnte es "eine gute Rede" sein, wenn der Heerführer im Morgengrauen mit erhobenem Schwert die erste Reihe seiner Heerscharen abritt, ihre Schilde als Zeichen tiefer Verbundenheit berührte und in wenigen Sätzen darlegte, dass der Feind zu besiegen und es sowieso ein guter Tag zum Sterben sei. Pathos und Ethos waren die entscheidenden Überzeugungsmittel. Sie hatten große Kraft und erzeugten starke Stimmungen.

Wahlen gewinnt man nicht mit Geld!

Seit Anfang des Jahres steht fest, dass sowohl uns als Mitstreiter in der Sache als auch den Grünen in Baden-Württemberg ein Experiment bevorsteht: Es geht darum, die erste Führungskampagne zur Wiederwahl eines grünen Ministerpräsidenten zu entwickeln und zu gestalten. Die kommenden Monate werden nicht nur für uns und unseren Kunden besonders, sie stellen vor allem für die politischen Gegner ein Novum dar. Nach 62 Jahren hat sich die Landesfarbe vom Schwarzen ins Grüne verfärbt. Erwartungsgemäß steigt der Beschuss von der Gegenseite beachtlich.

Mit einem Prakti ist es nicht getan

Der erfahrene Kommunikationsmanager weiß, wie viel klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kostet und was er dafür bekommt. Seit Jahren ist sie im Budget fest einkalkuliert. Eine "Spiegel"-Doppelseite kostet etwa 80.000 Euro, ein 30 Sekunden langer Spot in der Sportschau-Werbepause bis zu 60.000 Euro und wenn man auf dem SPD-Parteitag einen Stand bucht, werden 320 Euro pro Quadratmeter fällig. Anders sieht es bei Social Media aus: Viele Entscheider in Parteien und politischen Institutionen haben kein Gefühl für Aufwand und Ertrag.

Lobbyisten kritisieren Große Koalition

Bereits zum 13. Mal hat MSL Germany im Juli und August mehr als 300 Public Affairs- Verantwortliche in Unternehmen und Verbänden um eine Einschätzung der Arbeit der Bundesregierung gebeten. 54 Prozent der Befragten bewerteten die Große Koalition als "schlecht", 43 Prozent als "gut". Damit steht eine Mehrheit der Befragten der Regierungsarbeit kritisch gegenüber. Verglichen mit der vorangegangen schwarz-gelben Koalition schneidet das aktuelle Regierungsbündnis allerdings wesentlich besser ab.

Hat die SPD schon angeklopft, Mister Poynton?

Gespräch mit Gregor Poynton am Rande des Campaigning Summit in Zürich Ende Mai. Der Schotte hat als Political Director von Blue State Digital unter anderem die Präsidentschaftskampagnen von Barack Obama 2008 und 2012, François Hollande 2012 und Dilma Rousseff 2010 im digitalen Bereich unterstützt.

p&k: Mister Poynton, was finden Sie so faszinierend am Online-Campaigning?

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