Social Media

Interaktion – nein, danke?! Kandidaten im Online-Wahlkampf

Auf Plattformen wie Facebook und Twitter können Politiker und Bürger ungefiltert interagieren. Das macht Social Media in Wahlkämpfen besonders relevant. Kandidaten können Bürger informieren, sich mit ihnen vernetzen, sie zur Weiterleitung ihrer Botschaften mobilisieren und ihre Partizipation an Diskussionen fördern. Ob und wie stark Kandidaten dies tun, hängt von ihnen selbst, ihren Parteien und den potenziell erreichbaren Wählern ab.

Welche rechtlichen Risiken Snapchat birgt

Snapchat ist eine kostenlose App, mit der Fotos, Videos und Audionachrichten verschickt werden. Die Nachrichten können mit sogenannten Filtern, mit Zeichnungen, Emojis oder Kommentaren aufgepeppt werden. Das Besondere bei Snapchat ist, dass sich der verschickte "Snap" innerhalb von Sekunden selbst zerstört. Spätestens nach 24 Stunden wird die Botschaft laut Snapchat endgültig gelöscht. Es ist also nur möglich, Bilder oder Videos einmal und nur in einer eingeschränkten Zeitspanne anzusehen.

So nutzt man Facebook für politische Kommunikation

Wer in den vergangenen Wochen durch die Straßen Berlins schlenderte, sah ein Wahlkampfplakat an das nächste gereiht. Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin waren ein gutes Exempel, wie politische Kampagnen 2016 immer noch funktionieren – das Plakat, das wohl auch in den nächsten Jahren zum Kampagnenmix gehören wird; der Straßenstand, um Menschen im persönlichen Gespräch von den Positionen der Partei zu überzeugen; und dann immer häufiger auch professionelle Kampagnen in sozialen Medien. Allen voran – auf Facebook.

Social Bots sind eine Gefahr für die Demokratie

Jeder, der genügend Geld hat, kann sich bei einem 18-jährigen Schüler aus Amsterdam ein Stückchen Meinungsmacht kaufen. Was sich anhört wie der Plot einer amerikanischen Vorabendserie, ist Realität. Lennart V. hat sich als Social-Bot-Programmierer auf Fake-Accounts in sozialen Medien spezialisiert – ein sehr einträgliches Geschäft, wenn man seinen Aussagen glaubt.

Multiple Persönlichkeiten im Social Web

Es ist der 1. Dezember 2015 und seine Fans auf Facebook merken es sofort: Frank-Walter Steinmeier hat sein Profil verändert. Statt eines typischen PR-Fotos mit dem lächelnden Konterfei des Außenministers prangt nun eine kleine Aids-Schleife an der Position des Profilbilds. Sämtliche Äußerungen postet der SPD-Politiker mit dem digital angesteckten Symbol, gleichsam als Mahnmal für Opfer und Betroffene der Krankheit.

Mit einem Prakti ist es nicht getan

Der erfahrene Kommunikationsmanager weiß, wie viel klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kostet und was er dafür bekommt. Seit Jahren ist sie im Budget fest einkalkuliert. Eine "Spiegel"-Doppelseite kostet etwa 80.000 Euro, ein 30 Sekunden langer Spot in der Sportschau-Werbepause bis zu 60.000 Euro und wenn man auf dem SPD-Parteitag einen Stand bucht, werden 320 Euro pro Quadratmeter fällig. Anders sieht es bei Social Media aus: Viele Entscheider in Parteien und politischen Institutionen haben kein Gefühl für Aufwand und Ertrag.

Mit welchen Werkzeugen Sie die Kommunikation 2.0 managen

"Ein Mann, der recht zu wirken denkt, muss auf das beste Werkzeug halten", sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Jörg Pfannenberg und Denise Schmalstieg stoßen als Herausgeber der "Toolbox Social Media" in die gleiche Kerbe. Sie haben 111 Tools, mit denen sich diverse Kommunikationsaktivitäten im Web 2.0 managen lassen, zusammengetragen und in eine kompakte Buchform gebracht. Denn: "Die Phase des Herantastens und Experimentierens ist vorbei", schreiben die Autoren in ihrem Vorwort.

Und alle so: Yeah!

Welcher Politiker kennt das nicht: Wenige Monate vor der Wahl werden ehrenamtliche Kräfte aus der Partei, engagierte Jungpolitiker oder sogar die eigene Familie dringend gebraucht, um im Wahlkampf mitzudenken und vor allem mitanzupacken. Spätestens dann stellt der eine oder andere fest: Mein Team ist kleiner, als ich dachte. Oft liegt das daran, dass die Beziehungspflege zu Sympathisanten und Unterstützern vernachlässigt wurde.

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