Social Media

Warum Politiker zum Influencer in eigener Sache werden sollten

Spitzenpolitiker als politische Influencer? Schön wär’s! Vier Monate vor der Bundestagswahl verheißt ein Blick in die Social-Media-Kanäle deutscher Spitzenpolitiker wenig Gutes. Eine fast allgegenwärtige Obsession für unpersönliche Kommunikation greift um sich. An die Stelle des Dialogs und der Emotion ist eine falsch verstandene Professionalität getreten. Zitatkacheln und Sharepics beherrschen das Bild, wo eigentlich Raum für persönliche Einblicke und große Erzählungen wäre. Es genügt ein Blick auf die Instagram-Accounts der Kanzlerkandidaten.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Im klassischen Bereich ist bei politischer Werbung klar definiert, wann und in welchem Umfang wo Plakate geklebt, Spots geschaltet und Anzeigen gebucht werden dürfen. Aus gutem Grund: Der Wahlkampf soll nach Regeln ablaufen, die dem Wettstreit um die Stimmen der Wähler einen Rahmen geben. Sie sollen für gleiche Ausgangsbedingungen unter den Wettbewerbern sorgen. Mit Erfolg: Werbeschlachten, wie sie beispielsweise in den USA üblich geworden sind, gibt es bei uns nicht.

Politik ­zwischen Like und Hate

Wie erleben Politikerinnen, die zum ersten Mal den Einzug in den Bundestag anstreben, den Wahlkampf? Dieser Frage geht die Degepol W – das Netzwerk der Politikberaterinnen – nach. Es begleitet fünf Kandidatinnen auf ihrem Weg bis zur Bundestagswahl. Gemeinsam haben alle fünf die Begeisterung für die Sache. In ihren parteipolitischen, regionalen und beruflichen Hintergründen aber unterscheiden sie sich völlig.

Der grüne Kanal

Soziale Medien sind heute ein fester Bestandteil der politischen Kommunikation. Die Instrumente, die dabei zum Einsatz kommen, sind aber eher aus der Werbung bekannt: Zielgruppenansprache, Dialogbereitschaft, Werbeanzeigen. 

Politiker ­verschenken Potenzial

Für die deutsche Politik hat das weltweite Netzwerk Linkedin in etwa eine Bedeutung wie die Lüneburger Heide. Gut, vielleicht eine geringfügig größere. Etwa 50 Berufspolitiker besitzen in Deutschland einen Linkedin-Account mit einer nennenswerten Reichweite. Wir werten das als Agentur jeden Monat mit unserem Polit-Check aus. Mit knapp 4.000 Followern schafft es Oliver Luksic, Landesvorsitzender der FDP Saar, schon in die Top 10. Mit über 7.000 Followern platziert sich der FDP-Vorsitzende Christian Lindner in den Top 5. Ganz weit vorn liegt Gerhard Schröder.

Wie Ministerpräsidenten Instagram nutzen

Instagram ist den politischen Kinderschuhen entwachsen. Nutzten zur Bundestagswahl 2017 noch nicht einmal die Hälfte der später gewählten Parlamentarier die Plattform, liegt die Nutzungsdichte der heute auf Instagram vertretenen MdBs schätzungsweise bei drei von vier. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf Landesebene. Auch zahlreiche Kommunalpolitiker haben die Plattform für sich entdeckt. Nur: Wieso eigentlich? Was kann Instagram, was etwa Facebook oder ein Newsletter nicht können?

Hier spricht der Hass

Mittlerweile gehört es zur Jobbeschreibung von Journalisten, Politikern und anderen in der Öffentlichkeit stehenden und arbeitenden Personen, dass sie mit dem ausgestellten Hass in den sozialen Medien umgehen müssen. Hass gehört selbstverständlich zu den erwarteten Reaktionen, man rechnet mit ihm. Und vielleicht ist das Teil des Problems. 

Meine eigene Erfahrung mit dem Hass im Netz würde ich in drei Phasen unterteilen, vielleicht findet sich der eine oder andere Leser in ihnen wieder.

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