Rising Stars

Die ­Rising Stars 2016

Der Politik fehle es an vielversprechendem Nachwuchs, so lautet ein häufiges Lamento. Auch hierzulande seien Engagierte zu oft schon im Rentenalter und die Jungen nicht mehr bereit, sich an Parteien zu binden. Es geht aber auch anders: Die 70 Politiker, die wir im Folgenden präsentieren, sind nicht älter als 35 Jahre und haben beste Aussichten auf steile Politkarrieren.

Die pragmatische Linke

Den Weg zum Rednerpult kennt sie schon. Trotzdem ist Agnieszka Malczak, wie Brugger bis zu ihrer Heirat im Dezember 2011 hieß, etwas nervös, als sie von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) am 3. Dezember 2009 im Plenum aufgerufen wird. Brugger – an diesem Tag mit schwarzem Blazer und lilafarbenen Etuikleid ungewöhnlich „gewöhnlich“ angezogen – spricht über ihr Lieblingsthema: die nukleare Abrüstung und den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, damit ihre Vision des „Global Zero“ irgendwann Wirklichkeit wird.

Die weibliche Wickie

In der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ geht es um einen kleinen Wikingerjungen. Stark ist er nicht, dafür umso pfiffiger. Und so hilft der kleine Wickie den lauten und ungeschickten Wikingermännern ein ums andere Mal aus dem Schlamassel und verdient sich ihren Respekt. Wie dieser Wickie wollte Katrin Albsteiger als kleines Mädchen sein – zumindest solange, bis sie merkte, „dass er ein Junge und kein Mädchen ist“.

Moderne Kaderschmieden

„Anderer Habitus“

Wie ist die Nachwuchsförderung bei den Konservativen strukturiert? Wenn es darum geht, politische Talente zu fördern, dominiert bei den Konservativen der Föderalismus. Fast alle Landesverbände haben seit Mitte der 2000er Jahre ein Nachwuchsförderprogramm. Die CSU unterhält ihre eigene Akademie. Von der Bundesleitung gibt es nur einmal im Jahr die „Kampagnen-Akademie“,  eine einwöchige Schulung für Nachwuchspolitiker - „als Sahnehäubchen“ so Stefan Hennewig, Leiter Internes Management in der CDU-Bundesgeschäftsstelle.

RSS - Rising Stars abonnieren