Regierung

Das Macht-Paradox der Grünen

Traut man den jüngsten Umfragen, durchlaufen die Grünen gerade ein Jammertal. Die Spitzenkandidaten Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt hat die Partei mit bescheidenen Zustimmungsraten gewählt. Das Wahlprogramm, so heißt es in Meinungsartikeln, träfe den Zeitgeist nicht. Der "Schulz-Effekt" mache den Grünen ebenso zu schaffen wie ein ungelenkes Agieren in der Abwägung von Freiheit und Sicherheit. Nach Jahren der Opposition und sechs Monate vor der Bundestagswahl wirkt die Partei verunsichert und aus dem Tritt gekommen.

Im Inneren der Wagenburg?

Das die Fantasie anregende Bild der Wagenburg gehört zu den gängigen Klischees. Im Inneren der zusammengeschobenen Planwagen: die Inhaber der Regierungsmacht mit der Winchester im Anschlag. Draußen kreisen wild entschlossene Lobbyisten mit Pfeil und Bogen und versuchen, an die Zuwendungen oder Gesetze heranzukommen. Soweit das Klischee – die Wirklichkeit ist anders. Es gilt das Motto "Mitten im Leben".

Das Vertrauen schwindet

Die deutsche Bevölkerung wird zunehmend skeptischer. Laut der Vertrauensstudie der Agentur Edelman, dem Trust Barometer, sinkt das Vertrauen der Menschen sowohl in Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen als auch in die Medien. Lediglich die deutsche Regierung legt in puncto Vertrauen etwas zu.

Das Mienenspiel der Kanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel war am Sonntag zu Gast im ARD-Sommerinterview. Wie ein Politiker in einem Interview oder in einer Rede auf uns wirkt, wird hauptsächlich dadurch entschieden, was er oder sie nonverbal transportiert  also was Mimik, Körpersprache und Stimme ausdrücken. Die Worte spielen selbstverständlich auch eine Rolle. Studien haben aber gezeigt, dass sie das Gefühl, das eine Person bei uns auslöst, nur geringfügig beeinflussen.

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