Psychologie

­Typologie der ­"Zweiten Reihe"

Auf den ersten Blick scheint es, dass niemand so rechte Freude daran haben könnte, jemandem zuzuarbeiten, der sodann mit den Leistungen seiner Mitarbeiter glänzt und sich im Blitzlichtgewitter sonnt. Denn während sich diese in öffentlicher Aufmerksamkeit baden, arbeiten sich jene bereits fleißig an den nächsten Projekten, Auftritten und Vorlagen ab. Wer macht so etwas, wenn ihm oder (besonders!) ihr keine glänzende Karriere in der ersten Reihe in Aussicht steht, keine öffentliche Anerkennung und keine lukrativen Pöstchen in diversen Aufsichtsräten?

Was uns die Psychologie des Populismus lehrt

Wann immer wir mit Menschen in Kontakt treten, gibt es eine Inhalts- und eine Beziehungsebene. Die Beziehungsebene übermittelt Informationen wie zum Beispiel "ich nehme dich ernst", wenn uns jemand zuhört, "ich interessiere mich für dich", wenn uns eine Frage gestellt wird oder "ich schätze Meinungsvielfalt", wenn jemand sachlich mit uns diskutiert. Auf der Beziehungsebene wird Sicherheit hergestellt. Denken wir daran, welchen Unterschied es macht, ob wir jemandem vertrauen oder nicht: Was teilen wir mit unserem Gegenüber und was nicht?

Welche Persönlichkeit haben Clinton und Trump?

Hillary Clinton versus Donald Trump: Im Rennen um das Weiße Haus klaffen das Bild der früheren Rechtsanwältin und das des Unternehmers weit auseinander: Da die kühle, intellektuelle, energische Clinton. Dort der reizbare, unterhaltsame, grobe Trump. Liegen ihre Persönlichkeitseigenschaften tatsächlich so weit auseinander? Wie kann man das systematisch untersuchen?

Geld kann Schmerzen lindern

Es ist ein grauenhafter Vorfall, den die "Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpar­theyischen Correspondenten" am 9. Oktober 1812 meldet: Der Lehrbub des Schlossers gewinnt 200 Taler in der Lotterie – doch damit ist sein Glück aufgebraucht. Was passiert, schildert die Zeitung so: "Der Knabe, voll von seinem Gluecke, eilt mit dem Gelde zuvor zu seinem Lehrherrn und erzaehlt ihm den ganzen Vorfall.

Manche Dinge ändern sich nie

Was macht die Macht mit uns Menschen? Warum zieht sie uns so an? Hat der Prozess der Zivilisation unseren wilden Machthunger stillen oder ihn zumindest in zivilisierte Bahnen lenken können? Politische Vordenker von Machiavelli bis Foucault haben klassische apologetische Antworten auf diese Fragen gegeben.

Nudging: Schöne neue Regierungswelt?

Spätestens seit der Stellenausschreibung, mit der das Bundeskanzleramt im August drei Psychologen für die Projektgruppe "Wirksam Regieren" suchte, ist Nudging auch in Deutschland angekommen. Inzwischen hat das Team, das "Erkenntnisse zu menschlichem Verhalten" nutzbar machen soll, seine Arbeit im Kanzleramt aufgenommen. Im politischen Berlin ist Nudging in aller Munde – doch was steckt eigentlich dahinter?

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