Politikberatung

Glanz oder Elend der wirtschaftspolitischen Beratung?

Die Komplexität des Themas ist hoch, die Interessen scheinen unüberbrückbar und die Diskussion festgefahren. Eine Analyse der Politikberatung sowie des Politikerverhaltens kann helfen, das eigeninteressierte Verhalten der politischen Entscheidungsträger zu erklären. Politiker sind eben keine perfekten und stets nur wohlmeinenden Akteure im Auftrag der Bürger. Politiker sind vielmehr vorrangig daran interessiert, (wieder-)gewählt zu werden sowie ihr Ansehen und ihre Reputation zu steigern.

Politikberater werben um Nachwuchs

Bereits zum neunten Mal organisierten der Thinktank "polisphere" und die Konrad-Adenauer-Stiftung am 19. September die Karrieremesse "Checkpoint". Einen halben Tag lang hatten über 200 Besucher die Möglichkeit, Beratungsagenturen kennenzulernen und mit deren Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, darunter beispielsweise 365 Sherpas, Advice Partners, fischerAppelt, Johanssen+Kretschmer, Ketchum Pleon, MSL Germany und weber shandwick.

Warum verändert sich so wenig in der Beraterbranche, Herr Frevel?

p&k: Herr Frevel, Sie beschreiben die Beratungsbranche als wenig innovationsfreudig. Woran machen Sie das fest?

Sebastian Frevel: Die Beratungsbranche orientiert sich am Politikgeschäft. Und das ist People Business: Es geht um den Handel mit Informationen und darum, Vertrauen aufzubauen. Das machen Menschen immer auf eine ähnliche Art und Weise. Vertrauen bildet sich zudem nur sehr langsam. Es bedarf wiederkehrender Formate und persönlicher Beziehungen. Deshalb gibt es für das klassische Lobbying einige Grundkonstanten.

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