Politikaward

Politische Bildung via Messenger-App

Seit der Bundestagswahl geht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit dem Infokanal "Deine Tägliche Dosis Politik" in die direkte Kommunikation. Jeden Morgen erhalten Abonnenten über die Messenger Whatsapp, Telegram oder Insta Hintergrundinfos zu aktuellen Themen und Debatten sowie kurze Erklärtexte. Das Projekt wurde mit dem Politikaward in der Kategorie "Digital Public Affairs" asugezeichnet.

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung der Kampagne?

Zwei Vögel

Sie sind Brüder, Hans-Jochen heißt der eine Vogel und Bernhard der andere Vogel. Hans-Jochen ist Jahrgang 1926; er hat den Zweiten Weltkrieg erlebt und geriet als Soldat am Ende in Gefangenschaft. Der jüngere Bernhard ist Jahrgang 1932 und zitterte in einem Bunker vor den Bombenangriffen. Hans-Jochen hat Jura studiert, Bernhard Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft, beide wurden promoviert. Der eine hat in der SPD Karriere gemacht, der andere beim schwarzen Konkurrenten, der CDU, viele Stufen der Leiter erklommen.

Merkels Fitmacher

Peter Tauber hat kein Mikrofon in der Hand. Und trotzdem wird er von gut siebzig Christdemokraten im Primus-Saal im bürgerlichen Berlin-Zehlendorf gehört. Tauber trägt ein Headset um seinen fast kahlrasierten Schädel und seinen Drei-Tage-Bart. Also eines dieser Geräte, das Fitnesstrainer benutzen oder Motivations-Coachs. Der Generalsekretär der Partei Angela Merkels liest nicht von Zetteln ab oder Karteikarten, sondern von einem silbernen I-Pad. Und er hält auch keine Rede, sondern macht eine Präsentation.

p&k verleiht Politikaward

Auf einer großen Gala sind am Montagabend die Preisträger des diesjährigen Politikawards ausgezeichnet worden. Der Preis in der Kategorie "Lebenswerk" ging an Bernhard und Hans-Jochen Vogel. Die Laudatio hielt der frühere Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude (SPD). Den Award in der Kategorie "Aufsteiger des Jahres" nahm CDU-Generalsekretär Peter Tauber aus den Händen des "Cicero"-Gründungsherausgebers Wolfram Weimer entgegen.

Der Self-Made-Politiker

[no-lexicon]

Es gab einmal eine Zeit, da war Martin Schulz der Anti-Berlusconi. Da forderte er den Cavaliere mit hartnäckigen Fragen so lange heraus, bis der die Fassung verlor und seinem deutschen Kontrahenten die Rolle eines Kapo in einem KZ-Film empfahl. Das war 2003, es machte Schulz auf einen Schlag berühmt. „Ich hätte mir eine andere Profilierung gewünscht“, sagt er heute fast bedauernd.

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