Politik

Ein Image schärft man in ruhigen Zeiten

Die wichtigste Bedingung für eine gelungene Beratung ist nicht die Beratungswilligkeit eines Politikers – das ist Grundvoraussetzung dafür, einen Berater zu kontaktieren –, sondern ein Mindestmaß an Vertrauen zwischen Berater und zu Beratendem. Ohne gegenseitiges Vertrauen kein gemeinsamer Erfolg, insbesondere wenn es an den Kern der Persönlichkeit eines Politikers geht. Wie etwa beim Image-Building. Das Image eines Politikers ist die spontane Assoziation, das Bild, das im Kopf eines Menschen entsteht, wenn er den Namen oder das Gesicht eines Politikers sieht.

Beratung funktioniert nur mit einem interdisziplinären Team

Politiker, die sich heute damit rühmen, alles selbst besser zu wissen und zu können und die deshalb keine Notwendigkeit zur Beratung sehen, verspielen leichtfertig Chancen, Politik zu gestalten. Gleichzeitig ist die Zeit des selbstherrlichen Beraters vorbei, der den Masterplan für den Wahlerfolg im stillen Kämmerlein entwickelt. Gerade im Wahlkampf ist Beratung Teamwork und funktioniert nur mit einem interdisziplinären Backup.

Vertrauen müssen sich Berater lange vor dem Wahlkampf erarbeiten

Was für Wahlkampfzeiten gilt, ist doch eigentlich immer richtig: Die Beratungsfähigkeit hat viel mit Spitzenpolitikern zu tun und noch mehr mit ihren Beratern. Nur mit einem gewachsenen, vertrauensvollen Verhältnis gibt es eine Grundlage für eine gute und vor allem belastbare Zusammenarbeit und damit für eine erfolgreiche Beratung in Wahlkampfzeiten. Ein Vertrauensverhältnis muss schon weit vor dem Wahlkampf die Belastungs- und Bewährungsprobe überstanden haben.

Wie ernst ein Politiker Beratung nimmt, zeigt sein Zeitaufwand dafür

Berater sollten sich bloß nicht aus finanziellen Gründen darauf einlassen, als ein Alibi für Beratung zu dienen. Jeder kennt diesen Blick des Politikers, der sagt: "Was willst du denn? Das kann ich doch, deshalb bin ich jetzt an der Spitze!" Also kommt der Auftrag, ein konzeptionelles Papier zu schreiben. Das wandert ab in die Blackbox auf Nimmerwiedersehen. Oder der Berater wird gebeten, im Kreise des Stabs seine Überlegungen vorzutragen. Das ist okay, denn Kooperation und Diskussion gehören zur Beratung.

Einer muss entscheiden und dafür geradestehen

Wie Radio Eriwan könnte man antworten: "Im Prinzip ja, aber im Einzelfall wissen sie alles sowieso besser!" Im Ernst: Es kommt auf den Typ und auf das Setting an. In Deutschland bestimmen die zur Verfügung stehenden Mittel, Personen und Programme der Parteien, welches Beratungsumfeld der Spitzenkandidat hat. Ist man schon im Amt, kommen die Rahmenbedingungen des Regierungsapparats und der dort verfügbaren Personen und Ressourcen dazu – auch wenn das stets abgestritten wird (siehe die Causa Altmaier).

Merkel "is a very learned fan"

Herne, Anfang Februar. Im Mondpalast hatte Martin Schulz, damals noch designierter Kanzlerkandidat seiner Partei, seinen bundesweit allerersten Wahlkampftermin bei der SPD-Parteibasis. Mitten im Ruhrgebiet, wo die Menschen entweder schwarz-gelb (Borussia Dortmund) oder weiß-blau (Schalke 04) sind, traut sich Schulz nach einigen begeistert aufgenommenen Sätzen zu Gerechtigkeit und seinen Ambitionen auf das Bundeskanzleramt auch an eine Grundsatz-Frage: "Ich bin bekennender Anhänger des 1.

Welche Werte welchen Wählern wichtig sind

[no-lexicon] Soziokulturelle Werte repräsentieren individuelle Grundorientierungen, Lebensziele, Wünsche und Ängste und sind Ausdruck von Anpassungsleistungen an sich verändernde Rahmenbedingungen. Dadurch stellen sie einen persönlichen und in der Summe gesellschaftlichen Verhaltenskompass dar, der das Verhalten in allen Bereichen des Lebens wie Arbeit, Freizeit, Konsum und Gemeinwesen mit beeinflusst.

Fünf Regeln für erfolgreiche Kommunikation im Wahlkampf

Zugegeben: Politiker haben es heutzutage nicht leicht, wenn es um die Frage der richtigen politischen Kommunikation geht. Über viele aktuelle Themen herrschen momentan in der Bevölkerung unterschiedliche, zum Teil polarisierende Meinungen vor. Wenn sich Politiker eindeutig zu einem Sachverhalt positionieren, ist der nächste Shitstorm meist nicht weit.

Die Psychologie des Postfaktischen

Es ist bei weitem nicht so, dass 2016 Wähler erstmals emotionale, nicht an rationalen Fakten ausgerichtete Wahlentscheidungen getroffen hätten. Nur ein Beispiel: 2011 fuhren die Grünen aufgrund der Atomkatastrophe in Japan einen unerwartet hohen Sieg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein. Der Slogan "Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt" – funktionierte, weil er die Ängste der Menschen aufgriff. Objektiv betrachtet war die Situation mit deutschen Atomkraftwerken aber nicht vergleichbar.

Das sind die meistgeklickten Personalien 2016

Welche Personalien wurden im vergangenen Jahr am häufigsten geklickt? Wir haben in die Statistik geschaut – und Erstaunliches festgestellt: 745 aktuelle Wechsel haben wir 2016 veröffentlicht. Dennoch hat es eine Meldung aus dem Jahr 2014 in die TOP 10 der zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2016 meistgeklickten Personalien geschafft.

Aber sehen Sie selbst... Über den Link gelangen Sie zur Originalmeldung.

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