Politik

Die Generation Y gelangt an die Schalthebel

Kaum ein Anblick führt den Beginn des neuen Kapitels besser vor Augen als die allgegenwärtige gute Laune der 33-jährigen bayerischen Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze im zurückliegenden Landtagswahlkampf, deren Beliebtheitswerte maßgeblich zur Verdopplung des Wahlergebnisses ihrer Partei beitrugen. Mit ihrer Offenheit erschloss Schulze bei der Landtagswahl den Grünen der Ära Habeck/Baerbock auch im CSU-Stammland neue Wählerschichten, die einstige Grabenkämpfer und Prinzipienreiter ihrer Partei niemals erreichten.

Gut, dass Sie fragen

Oft erblickt eine Nach­richt auf folgendem Weg das Licht der Welt: Politiker X spricht einen O-Ton in irgendein Mikrofon, alternativ wird das Zitat via Twitter gestreut oder als Pressemitteilung verschickt, woraufhin ein Journalist daraus eine Meldung macht.

Lobbyisten brauchen eine Vuca-Strategie

Gäbe es in der Politik einen Volatilitäts­index wie an der Börse, so wären seine Ausschläge in den vergangenen Jahren markant ausgefallen. Kaum etwas scheint noch berechenbar. Auf der welt­politischen Bühne begann es mit dem Brexit. Es folgten die überraschende Wahl Donald Trumps, die Volten in Nord­korea und das Erstarken populis­tischer Parteien, die in einigen EU-Ländern bereits in der Regierung sitzen.

Ist die SPD eine schwer führbare Partei, Herr Beck?

Herr Beck, was sagt Ihnen das Verhältnis acht zu eins?

Gar nichts.

Das ist die Anzahl der SPD-Vorsitzenden während der Amtszeit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.

Ich hatte nicht mitgezählt, aber Sie haben recht. Das ist ein Teil der Herausforderung, vor der wir jetzt stehen: personelle Kontinuität und die inhaltliche Wiedererkennbarkeit der SPD-Werte in die eigenen Reihen zu bringen.

Was bedeutete das Amt des SPD-Vorsitzenden für Sie?

Kulinarisch ­kommunizieren

"Politik auf höchster Ebene ist nicht so sehr Entscheidungshandeln als vielmehr Dramaturgie und Inszenierungskunst", lautet die bis heute gültige Verdichtung des politischen Kommunikationsklassikers "Politik als Ritual" von Murray Edelman. Eine diesbezüglich hierzulande unterschätzte Disziplin ist das klassische Staatszeremoniell, was nicht zuletzt den Brüchen und Abgründen der deutschen Geschichte geschuldet ist.

"Die AfD ist heute eine NPD im Wolfspelz"

Herr Henkel, mögen Sie Frankenstein?

Ob ich Frankenstein mag? Ich glaube, Sie unterliegen in der Frage einem Irrtum. Sie meinen Frankensteins Monster, und das mag ich natürlich nicht. Aber gegen Herrn Frankenstein, also denjenigen, der das Monster kreiert hat, habe ich gar nichts.

Sie ahnen, weshalb ich Sie das frage?

Nein, weiß ich nicht.

Sie haben bezugnehmend auf die AfD einmal gesagt, dass Sie geholfen hätten, ein Monster zu schaffen.

Dreyer, Ziemiak und Ströbele mit Politikaward ausgezeichnet

politik&kommunikation hat in Berlin zum 15. Mal die Politikawards verliehen: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD) ist "Politikerin des Jahres", der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Paul Ziemiak, ist "Aufsteiger des Jahres" und der langjährige Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele ist Preisträger in der Kategorie "Lebenswerk".

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