Politik

Hier ist man unter sich

Junge Kolleginnen und Kollegen waren es damals, zu Beginn der Achtzigerjahre, die sich zusammengetan hatten, weil sie von den renommierten Journalistenkreisen nicht aufgenommen wurden. Erst war es der erste Kreis dieser Art, der "ohne Namen" auskam, später hieß er wegen des Tagungsorts in einer Bonner Gaststätte "Wespennestkreis". Diesen Namen behielten die Jungkorrespondenten lieber bei, als sie das Lokal wechselten und sich im "Spleen" trafen.

Her mit den Daten!

Die EU öffnet endlich die Datensilos des öffentlichen Sektors: Daten aus öffentlich finanzierten Diensten werden künftig leichter zugänglich. Diese nichtpersonenbezogenen Daten dürfen von jedem zu jeglichem Zweck genutzt, weiterverbreitet und weiterverwendet werden, gemäß dem Motto: öffentliche Daten nutzen, private Daten schützen.

Ein Tag mit ... Benjamin Seifert

"Heute gibt es ein Jubiläum: 70 Jahre Grundgesetz. Ein besonderer Tag für das Justizministerium. Die Stechuhr zeigt sich davon unbeeindruckt."

"In der Morgenrunde wird der Tag vorbereitet: Welche Themen stehen an, worauf muss man reagieren und worauf sollte man sich zumindest vorbereiten?"

Die Newsroom-Frage

Das Unbehagen breitete sich langsam aus. Vielleicht fing es an, als die Kanzlerin 2006 ihren Video-Podcast startete, in dem sie die Bürger direkt ansprach. Es verstärkte sich, als Jahre später immer mehr Politiker twitterten, ab 2011 auch Regierungssprecher Steffen Seibert. Und es erreichte einen Höhepunkt, als die AfD Anfang 2018 ankündigte, einen Newsroom einzurichten. Sie wollte eine "Gegenöffentlichkeit" schaffen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die Wahl zum Europäischen Parlament 2019 stellt eine Zäsur dar. Zum ersten Mal haben CDU und SPD bei einer bundesweiten Wahl die absolute Mehrheit der Stimmen verfehlt, und zwar sehr klar mit zusammen 44,7 Prozent. Niemals zuvor fielen die Ergebnisse der Union (28,9 Prozent) und vor allem die der SPD (15,8 Prozent) derart schlecht aus. Und zum ersten Mal musste die SPD bundesweit mit dem dritten Platz vorliebnehmen, während Bündnis 90/Die Grünen (20,5 Prozent) den zweiten erringen konnte.

Im Tunnelblick der AfD

Auslöser der Untersuchung war eine Aussage des stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Maximilian Krah. Dieser hatte behauptet, in Chemnitz seien 60 Frauen vergewaltigt worden, davon 56 durch Migranten. Die Zahlen stellten sich als frei erfunden heraus.

Forscher haben daraufhin 242 Pressemitteilungen der AfD aus dem Jahr 2018 ausgewertet, die sich mit Straftaten befassen. Dabei untersuchten sie die beschriebenen Kriminalitätsphänomene, die Täter- und Opferbilder und auf welche Weise Kriminalität und Zuwanderung verknüpft wurden.

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