Politik

Gut, dass Sie fragen

Oft erblickt eine Nach­richt auf folgendem Weg das Licht der Welt: Politiker X spricht einen O-Ton in irgendein Mikrofon, alternativ wird das Zitat via Twitter gestreut oder als Pressemitteilung verschickt, woraufhin ein Journalist daraus eine Meldung macht.

Lobbyisten brauchen eine Vuca-Strategie

Gäbe es in der Politik einen Volatilitäts­index wie an der Börse, so wären seine Ausschläge in den vergangenen Jahren markant ausgefallen. Kaum etwas scheint noch berechenbar. Auf der welt­politischen Bühne begann es mit dem Brexit. Es folgten die überraschende Wahl Donald Trumps, die Volten in Nord­korea und das Erstarken populis­tischer Parteien, die in einigen EU-Ländern bereits in der Regierung sitzen.

Ist die SPD eine schwer führbare Partei, Herr Beck?

Herr Beck, was sagt Ihnen das Verhältnis acht zu eins?

Gar nichts.

Das ist die Anzahl der SPD-Vorsitzenden während der Amtszeit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.

Ich hatte nicht mitgezählt, aber Sie haben recht. Das ist ein Teil der Herausforderung, vor der wir jetzt stehen: personelle Kontinuität und die inhaltliche Wiedererkennbarkeit der SPD-Werte in die eigenen Reihen zu bringen.

Was bedeutete das Amt des SPD-Vorsitzenden für Sie?

Kulinarisch ­kommunizieren

"Politik auf höchster Ebene ist nicht so sehr Entscheidungshandeln als vielmehr Dramaturgie und Inszenierungskunst", lautet die bis heute gültige Verdichtung des politischen Kommunikationsklassikers "Politik als Ritual" von Murray Edelman. Eine diesbezüglich hierzulande unterschätzte Disziplin ist das klassische Staatszeremoniell, was nicht zuletzt den Brüchen und Abgründen der deutschen Geschichte geschuldet ist.

"Die AfD ist heute eine NPD im Wolfspelz"

Herr Henkel, mögen Sie Frankenstein?

Ob ich Frankenstein mag? Ich glaube, Sie unterliegen in der Frage einem Irrtum. Sie meinen Frankensteins Monster, und das mag ich natürlich nicht. Aber gegen Herrn Frankenstein, also denjenigen, der das Monster kreiert hat, habe ich gar nichts.

Sie ahnen, weshalb ich Sie das frage?

Nein, weiß ich nicht.

Sie haben bezugnehmend auf die AfD einmal gesagt, dass Sie geholfen hätten, ein Monster zu schaffen.

Dreyer, Ziemiak und Ströbele mit Politikaward ausgezeichnet

politik&kommunikation hat in Berlin zum 15. Mal die Politikawards verliehen: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD) ist "Politikerin des Jahres", der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Paul Ziemiak, ist "Aufsteiger des Jahres" und der langjährige Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele ist Preisträger in der Kategorie "Lebenswerk".

Warum das deutsche Wahlsystem besser ist als sein Ruf

1. Das deutsche Wahlsystem sorgt dafür, dass die Anzahl der Abgeordneten im Parlament die Stimmanteile abbildet. Die Zweitstimme (die wichtigere von beiden) macht es möglich. Die Partei mit den meisten Kreuzen bekommt die meisten Sitze. Wer das in einer Demokratie für selbstverständlich hält, hat die Rechnung ohne das amerikanische Wahlmänner-­System gemacht. Donald Trump ist Präsident, obwohl er fast drei Millionen Stimmen weniger hatte als seine Gegenkandidatin. Er ist damit bereits der fünfte US-Präsident, der die Mehrheit beim Popular Vote verfehlt hat.

Was Politiker von Boxern lernen können

Andrea Nahles will der CDU auf die Fresse geben. Alexander Gauland will die Kanzlerin jagen. Der Wahlkampf und die ersten Stunden und Tage danach haben gezeigt: Irgendetwas läuft nicht rund im System der Bundesrepublik und es hat viel mit Kommunikation zu tun. Große Teile der Bevölkerung misstrauen den Parteien, die Parteien misstrauen den Medien. Es herrscht Verunsicherung im Land, ganz unten genauso wie ganz oben. Das ist alles ziemlich kompliziert.

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