Politik

Das Machtsystem des Weltwirtschaftsforums

Auch 2020 reiste im Januar eine bunte Schar zum Treffen des Weltwirtschaftsforums nach Davos. Dieses Mal war es etwas anders: Gründer Klaus Schwab ruft die gut 2.500 Teilnehmer zum 50. Mal in die Schweizer Berge. Der Eliten-Treff besitzt eine ungebrochene Anziehungskraft. Der Ausdruck "bunte Schar" trifft dabei den Sachverhalt nur halb. Er meint in erster Linie die Zusammensetzung des World Economic Forum (WEF): Vertreten sind alle bedeutenden gesellschaftlichen Gruppen.

Auf der ­Suche nach der ­Partnerschaft

Mehr Vertrauen, mehr Offenheit und vor allem eine stärkere Zusammenarbeit zur Lösung der wichtigsten gesellschaftlichen und ökologischen Probleme: Das sind einige der Ansprüche, die Politik an Wirtschaft hat. So lautet das Ergebnis einer Befragung der Quadriga Hochschule Berlin unter deutschen Spitzenpolitikern. Die Teilnehmer erwarten statt "klassischem Lobbyismus" eine neue Form der Partnerschaft. Und dafür sehen sie einige Vorbilder unter den CEOs, allen voran Joe Kaeser, den Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG.

Relativität der freien Zeit

Fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden: Das ist der Grund, warum es Schaltjahre gibt. Denn so viel länger braucht die Erde, um die Sonne zu umkreisen, als die ihr zugestandenen 365 Tage pro Jahr. 2020 ist es wieder soweit. Rund fünf Millionen Menschen können in diesem Jahr endlich wieder am 29. Februar ihren Geburtstag feiern. Torsten Schweiger gehört dazu, Bundestagsabgeordneter der CDU und Jahrgang 1968. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird in Schaltjahr-Rechnung zwölf. Alle anderen bekommen am 29.

Frauen an der Macht

Sollte das ein Thema sein? Nach der Entlassung von Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin im Schloss Bellevue löste ein Foto mit drei Frauen auf drei Stühlen große Emotionen aus. Da saßen sie: die Parteivorsitzende und baldige Verteidigungsministerin, die Noch-Verteidigungsministerin und baldige EU-Kommissionspräsidentin und die Bundeskanzlerin.

Wie man Authentizität inszeniert

Politik ist nicht nur Partei, Programm und Macht. Sie ist immer auch Vermittlung und mediale Inszenierung. Darum braucht sie ein Gesicht, das Gesicht des Politikers, der diese Macht verkörpert. Das ist insbesondere in Zeiten des Wahlkampfs vonnöten. Je differenzierter und plastischer Politik in den Medien abgebildet ist, desto eher haben Politiker, die besagte Politik verkörpern, die Chance, zu einem nahbaren Politiker zu werden.

Seiten

RSS - Politik abonnieren