Parteien

­Wer sich ­zuerst ­bewegt, hat gewonnen!

Emmanuel Macron und Sebastian Kurz haben es vorgemacht – schwappt der Trend, das Parteiensystem durch neue Bewegungen disruptiv zu verändern, jetzt auch nach Deutschland über? Zumindest scheint die Zeit reif dafür, zählt man eins und eins zusammen.
Die Bevölkerung jedenfalls steht neuen Bewegungen offen gegenüber. Laut einer Forsa-­Umfrage können sich 57 Prozent der Wahlberechtigten vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl "eine Partei der Mitte wie die von Macron in Frankreich zu wählen".

Die Twitter-Kommunikation zum SPD-#Mitgliedervotum

Geschichte wiederholt sich, zumindest teilweise. Das SPD-Mitgliedervotum war auch dieses Mal der Versuch des Parteivorstands, das gebrochene Versprechen (keine Regierungsbeteiligung unter Merkel) durch eine diskursive Ausfallbürgschaft der Parteibasis zu entlasten. Wie bereits 2013 segneten die SPD-Mitglieder die Bildung einer Großen Koalition ab. Gleichzeitig bot es erneut eine kommunikative Chance, sich als besonders basisdemokratisch zu inszenieren.

Die ­Zukunft ­gehört den ­Mutigen

Das Misstrauen gegen "die da oben" hat die etablierten Parteien bei der Bundestagswahl 2017 Stimmen gekostet, vor allem Union und SPD. Die AfD ist als Protestpartei drittstärkste Kraft geworden. CDU-Chefin Angela Merkel gab sich stoisch ("Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssen"), doch CDU-Werber und ehemaliger Jung-von-Matt-Vorstand Thomas Strerath bilanzierte: "Wir sind gescheitert." Die SPD sprach von einer "harten Niederlage" und hoffte, in der Opposition an Profil zu gewinnen.

Welchen Umfragen können wir vertrauen?

"Es wird knapp", schrieb "Spiegel Online" keine 48 Stunden vor Öffnung der Wahllokale in Nordrhein-Westfalen. Beide Volksparteien lägen kurz vor der Wahl fast gleichauf. Die Autoren des Artikels bezogen sich dabei auf die Umfrageergebnisse, die sie in den Wochen zuvor kontinuierlich in Auftrag gegeben hatten. Am Freitag vor der Wahl, dem Tag der letzten Veröffentlichung, kam die SPD demnach auf 32,5 Prozent. Die CDU erreichte 31,6 Prozent und lag somit in der Umfrage knapp hinter den Sozialdemokraten. Die Aussage der Journalisten wirkte erstaunlich nüchtern.

Drei Herausforderungen für digitale Kampagnen zur #btw17

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und damit die Debatten über die Rolle von Technologie und Daten im Kontext politischer Kampagnen. Vergangene Woche fand die erste "Campaign Tech Europe"-Konferenz in Berlin statt, auf welcher Kampagnenexperten aus den Vereinigten Staaten und Europa über die Veränderungs- und Gestaltungsmacht von Technologie in Wahlkämpfen diskutierten. Den kontextuellen Rahmen dieser Debatte prägen dabei drei zentrale Herausforderungen, vor denen Parteien im Bundestagswahlkampf 2017 stehen:

Welche Partei hat das Zeug zum Youtube-Star?

Der Wahlkampf ist eröffnet. Die Parteien stellen nach und nach ihre Programme vor, Werber und Kommunikationsstrategen stehen in den Startlöchern. Spätestens seit dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA dürften Social Media weit oben auf der Agenda der Kampagnenplaner stehen. Youtube ist aufgrund seiner Reichweite einer der ganz wichtigen Kanäle und bietet für die Kommunikation mit potenziellen Wählern vielfältige Möglichkeiten. Diese schöpfen Parteien und Politiker jedoch nicht einmal ansatzweise aus.

Welche Werte welchen Wählern wichtig sind

[no-lexicon] Soziokulturelle Werte repräsentieren individuelle Grundorientierungen, Lebensziele, Wünsche und Ängste und sind Ausdruck von Anpassungsleistungen an sich verändernde Rahmenbedingungen. Dadurch stellen sie einen persönlichen und in der Summe gesellschaftlichen Verhaltenskompass dar, der das Verhalten in allen Bereichen des Lebens wie Arbeit, Freizeit, Konsum und Gemeinwesen mit beeinflusst.

Fünf Regeln für erfolgreiche Kommunikation im Wahlkampf

Zugegeben: Politiker haben es heutzutage nicht leicht, wenn es um die Frage der richtigen politischen Kommunikation geht. Über viele aktuelle Themen herrschen momentan in der Bevölkerung unterschiedliche, zum Teil polarisierende Meinungen vor. Wenn sich Politiker eindeutig zu einem Sachverhalt positionieren, ist der nächste Shitstorm meist nicht weit.

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