Online-Campaigning

"Tierschutzkampagnen sind überall populär"

Bis vor Kurzem war das Sammeln von Pfandflaschen am Hamburger Flughafen streng verboten. 97 Strafanzeigen stellte der Betreiber gegen die meist obdachlosen Flaschensammler – bis der Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer eine Petition startete. Er forderte den Flughafen dazu auf, alle Strafanzeigen zurückzunehmen und das Pfandflaschensammeln auf dem Gelände zu erlauben. Innerhalb von drei Tagen unterstützten fast 60.000 Menschen die Petition. Die Masse an Unterstützern brachte den Betreiber zum Umdenken. Flaschensammeln wurde umgehend erlaubt.

Hat die SPD schon angeklopft, Mister Poynton?

Gespräch mit Gregor Poynton am Rande des Campaigning Summit in Zürich Ende Mai. Der Schotte hat als Political Director von Blue State Digital unter anderem die Präsidentschaftskampagnen von Barack Obama 2008 und 2012, François Hollande 2012 und Dilma Rousseff 2010 im digitalen Bereich unterstützt.

p&k: Mister Poynton, was finden Sie so faszinierend am Online-Campaigning?

„Ein mulmiges Gefühl“

p&k: Herr Professor Bieber, welche Lehren können die deutschen Parteien aus dem Online-Wahlkampf in den USA ziehen?
Bieber: Der Lerneffekt ist meiner Meinung nach begrenzt. Denn die wichtigste Innovation des US-Wahlkampfes – der Umgang mit großen Datenmengen – lässt sich nicht auf Deutschland übertragen, weil es bei uns keine kommerziellen Datenhändler gibt. Es gab aber durchaus Kampagnentrends in den USA, an denen sich deutsche Parteien orientieren können.
Zum Beispiel?

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