Olaf Scholz

Das Machtsystem Scholz

Am 30. November, an einem Sonnabend zur besten Sportschau-Zeit, scheint die Ära Olaf Scholz vorbei zu sein. Versteinert der Blick, als der Finanzminister seine bitterste Niederlage akzeptieren muss. 53 Prozent für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, nur 45 Prozent für Scholz und Klara Geywitz in der Stichwahl um die SPD-Doppelspitze. Scholz ringt sich ein paar Worte ab, dann verschwindet er von der Bühne im Willy-Brandt-Haus. Fortan schleicht der Vizekanzler wie eine lame duck über die Regierungsflure.

Scholz’ kleines Kanzleramt

Schon lange nicht mehr hatte eine Hausmitteilung im Bundesfinanzministerium für so viel Aufsehen gesorgt wie die vom 10. April. In der "Sondermitteilung 1/18" informierte die Zentralabteilung über "Organisatorische und personelle Änderungen im Leitungsbereich". Die Beamten brauchten nicht lang, um festzustellen: Unter ihrem neuen Dienstherren Olaf Scholz wird sich so einiges ändern. 

Zementierte Freude

Hamburg hat gewählt. Die SPD ist der Gewinner der Bürgerschaftswahl, die CDU mit sechs Prozentpunkten Stimmenverlust der absolute Verlierer. Für einen Mimik-Check sind die ersten und spontanen Reaktionen auf die Hochrechnungen am zuverlässigsten, weil dort die Emotionen noch frisch sind. Was hat die Mimik der Beteiligten also verraten?

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