Öffentlichkeitsarbeit

Manchmal kommt es darauf an, Erster zu sein

Hätte man es kommen sehen können? Zwei Jahre lang hatten sich die UN-­Mitgliedsstaaten ausgetauscht, sechs Monate lang verhandelt. Im vergangenen Juli war das Papier fertig. Doch dann, wenige Wochen vor der Unterzeichnung, ging plötzlich eine Welle des Erstaunens durch die Medien: "Liebe Bundesregierung, warum sprechen Sie mit uns Bürgern nicht über den UN-Migrationspakt?", fragte der "Stern". Und der "Tagesspiegel" sprach von einem "Kommunikationsdesaster".

"Ich bin kein Narzisst"

Herr Weselsky, eine Schätzfrage zum Einstieg: Auf wie vielen Dartscheiben hing ein Foto von Ihnen während des längsten Streiks in der Geschichte der Deutschen Bahn?

Da mag es 100 Dartscheiben gegeben haben oder mehr. Ich bin schlecht im Schätzen.

Mit welchem Gefühl steht man auf, wenn einem Medien den Titel "meistgehasster Deutscher" verleihen?

Das war gar kein so schlechtes Gefühl.

Bitte?

"Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus muss nicht immer verbissen sein"

Jedes Jahr marschieren Neonazis durch das fränkische Wunsiedel, wo Rudolf Heß begraben ist. Doch im vergangenen Jahr war alles ein bisschen anders: Es gab eine Ziellinie, buntes Konfetti und jede Menge Anfeuerungsrufe. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckte die Organisation Exit Deutschland. Ohne das Wissen der Beteilig­ten wurde Geld eingesammelt und der Trauermarsch kurzerhand in einen Spendenlauf umfunktioniert: Für jeden Meter, den die Neonazis liefen, gingen zehn Euro an das Aussteigerprogramm.

Der weite Weg zum Markenzwieback

Hallo, wir sind die Neuen“ titelte „Spiegel online“ eine Woche nach der Bundestagswahl und meinte damit die 229 Abgeordneten, die zum ersten Mal in den Bundestag einziehen. Dort müssen sie – unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu Koalitions- oder Oppositionsfraktionen – nun erst einmal ihren Platz finden. Und zwar nicht nur im räumlichen Sinne, sondern auch im ganz persönlichen. Den eigenen Platz zu finden, heißt auch sich zu positionieren, sich messbar von anderen abzugrenzen und zu unterscheiden.

RSS - Öffentlichkeitsarbeit abonnieren