Medien

Machenschaften und Manöver

Am Ende war es dann doch wenig überraschend, wer zum Start von politico.eu Anfang der Woche zur Galionsfigur auserkoren wurde. Jean-Claude Juncker in Print und Online – ohne den "EU-Coverboy" ginge es dann doch nicht, lästerte sogleich "Spiegel Online". Nun ja, ob es auf europäischer Bühne zurzeit an spaltenden oder alle vereinenden Charismatikern mangelt, sei dahingestellt. Doch auf brisante Geheimnisse und Überraschungen aus dem Mikrokosmos EU wartet man bei dem US-Export bisher vergeblich.

Das Vertrauen schwindet

Die deutsche Bevölkerung wird zunehmend skeptischer. Laut der Vertrauensstudie der Agentur Edelman, dem Trust Barometer, sinkt das Vertrauen der Menschen sowohl in Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen als auch in die Medien. Lediglich die deutsche Regierung legt in puncto Vertrauen etwas zu.

Im Geschäft der Eitelkeiten

p&k: Frau Blohmann, weshalb heißt Ihr Fotostudio eigentlich "Die Hoffotografen"?

Christine Blohmann: Unser Studio, das wir vor 16 Jahren gegründet haben, liegt ja am Monbijouplatz und damit ganz in der Nähe der Hackeschen Höfe. Zudem mag ich das Höfische irgendwie und war schon immer recht anglophil. Da lag der Name "Die Hoffotografen" nahe.

Der Großstadt-Cowboy

Wenn es stimmt, was Kollegen erzählt haben, ist der Chef des Berliner "Stern"-Büros einer von der lässigen Sorte; einer, der unverbogen geblieben ist, sich extravagant kleidet – eine Art Großstadt-Cowboy. Das Treffen findet in seinem Büro im sechsten Stock des Spree-Palais am Dom statt. Der Stehtisch zeugt von Arbeit und einem gut organisierten Besitzer. Doch König ist nicht da.

@pundk gehört bei Politikern zu den beliebtesten Twitter-Accounts

Die Tweets von "politik&kommunikation" stehen bei Politikern hoch im Kurs. Das zeigt eine Untersuchung der Agentur "Spätschicht PR", in der die Twitter-Accounts von knapp 50 prominenten deutschen Politikern analysiert wurden. Ergebnis: Der Twitter-Account @pundk rangiert in der Kategorie "Twitter-Accounts von Nicht-Politikern, denen Politiker folgen" auf Platz 24. Die Top 3 bilden die Accounts des inzwischen verstorbenen "FAZ"-Herausgebers Frank Schirrmacher, "Spiegel Eilmeldungen" und "Zeit Online“.

Lenins Züge: Die große rote Roadshow

Russland ist groß, der Kreml weit. Die Macht in den Metropolen zu erputschen, war für Lenins Leute leichter, als das Riesenreich zu halten. Es taumelte in den Bürgerkrieg. Täglich wuchsen die Fliehkräfte. Die Drähte zur Peripherie baumelten lose, das Regime blieb unsichtbar. Das bedrohte das Ziel der Revolutionäre. Nicht Untertanen verwalten wollte die KP, sondern die Gesellschaft umerziehen und zum Aufbau mobilisieren. Doch davon wussten die Leute in den Weiten des Landes so gut wie nichts.

Im schönen Lungerland

Wenn sich Politiker im Berliner Regierungsviertel in Hinterzimmer zurückziehen, beginnt für Journalisten draußen das Warten. Vor verschlossenen Türen herumzulungern heißt aber nicht, sinnlos Zeit totzuschlagen. Gut vernetzte Reporter kennen viele Fakten, lange bevor sich die Türen für offizielle Statements wieder öffnen. Woher? "Irgendwann muss ja einer mal austreten. Und dann kommen ein paar SMS", verrät ein erfahrener Beobachter.

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