Medien

Das sind die Meinungsmacher am Morgen

Um herauszufinden, welche Medien unter Politikentscheidern als Morgenlektüre am beliebtesten sind, haben wir vom 9. bis zum 16. Mai eine Online-Umfrage durchgeführt. Wir haben die Teilnehmer danach gefragt, welche Medien sie in ihrem Alltag regelmäßig nutzen, um sich am Morgen einen Überblick über die Nachrichtenlage zu verschaffen. 800 Kenner des politischen Betriebs nahmen an der Umfrage teil. Sie konnten dabei unbegrenzt viele Medien ankreuzen.  

Lasst auch mal Tränen zu!

Mein Freund weinte, als er seine Tochter in die Arme nahm. Sie war sieben Wochen zuvor in Berlin zur Welt gekommen. Er hatte sie drei lange Wochen nicht mehr gesehen. 800 Kilometer hatte er mit dem Auto in zwölf Stunden zurückgelegt, bei 37 Grad Celsius im Stau, die letzten 100 Kilometer durch die engen Täler Tirols. Es brach aus ihm heraus, als er in die weit geöffneten Augen blickte. Eine Eruption von Emotionen. Tränen kullerten über seine Wangen. Schluchzend drückte er das Baby an seine Brust.

Entblökt Euch!

Eigentlich sollte es in dieser Kolumne darum gehen, dass zu viele Politiker ihre Worte in Hülsen kleiden. Ohne Aussage. Ohne Emotion. Das war einmal. Zwischen dem ersten Brainstorming zu dieser Ausgabe und dem Redaktionsschluss ist etwas passiert. Politikersprech? Beinahe wünscht man ihn sich zurück! Denn der Trend, der sich seit Monaten schleichend, seit dem Jahreswechsel noch deutlicher abzeichnet, ist viel gravierender als ein paar Floskeln: Das Pöbeln ist salonfähig geworden. Ob in der digitalen oder analogen Welt: Es wird geschimpft, gekeift, geblökt.

Twitter kontrolliert Auffindbarkeit von Tweets

Der Microblogging-Dienst Twitter wird zehn Jahre alt und erfreut sich gerade unter Kommunikationsprofis großer Beliebtheit. Im Hybrid-Media-System, in dem klassische und neue Medien interagieren und sich dadurch gegenseitig beeinflussen, spielt die Symbiose von Twitter und den klassischen PR-Kanälen nämlich eine zentrale Rolle. Ein strategisches Ziel besteht beispielsweise darin, die Aufmerksamkeit für den eigenen Twitter-Account zu erhöhen, um die Anzahl der Follower und damit die eigene Reichweite im Twitter-System zu steigern.

Vom Gatekeeper zum Gatekitter

Die Bilanz beeindruckt: Einen Tag, nachdem US-Präsident Barack Obama seinen offiziellen Twitter-Account gestartet hatte, folgten @Potus bereits 1,5 Millionen Menschen. 1,5 Millionen Leser in 24 Stunden – die indirekte Reichweite über Retweets noch nicht mit eingerechnet. Man kann sich freuen, dass Politiker über soziale Netzwerke greifbarer sind als je zuvor. Man kann es auch lassen. Denn – und das wird in der Euphorie über direkte politische Kommunikation oft vergessen – Kampagnen und PR-Botschaften kommen ungefiltert beim Bürger an.

Sanders Erfolgswelle

Bernie Sanders wird nicht der nächste Präsident der USA. Es gibt nicht viele Sicherheiten im Leben, aber das ist eine. Sanders, der im Senat als parteiunabhängiger Politiker aus dem nordöstlichsten Bundesstaat Vermont dient, ist seit wenigen Wochen ein Kandidat um das demokratische Präsidentschaftsticket.

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