Leadership

Netzwerk mit Nutzwert

Es geht in vielen internationalen Netzwerken und Fellowship-­Programmen laut Selbstaussage um nichts Geringeres als darum, die Welt zu retten. "Improving the State of the World", nennt das Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums in Genf. Schwab ist ein großer Netzwerker: Er hat eine Organisation gegründet, die die Weltelite zusammenbringt, Staats­chefs, CEOs, NGOs, Künstler. Und er hat Plattformen ins Leben gerufen, um neue Führungskräfte zu vernetzen: die Global Shapers und die Young Global Leaders (YGL).

Age of ­Partyism?

Die Kandidaten sind mithin ein bedeutender Faktor bei Wahlentscheidungen. Oder, wie es modischer heißt: "Leadership matters". Das ist zwar kein neues Phänomen, manches spricht aber doch dafür, dass die Personalisierung in der Vergangenheit kontinuierlich zugenommen hat. Die Parteienbindung erodiert, die Aufmerksamkeitsspanne breiter Bevölkerungskreise reicht angesichts einer Übermasse an Informationen für die Erfassung komplexer Sachverhalte nicht aus und die Medien rücken ohnehin Köpfe in den Mittelpunkt.

Social Bots sind eine Gefahr für die Demokratie

Jeder, der genügend Geld hat, kann sich bei einem 18-jährigen Schüler aus Amsterdam ein Stückchen Meinungsmacht kaufen. Was sich anhört wie der Plot einer amerikanischen Vorabendserie, ist Realität. Lennart V. hat sich als Social-Bot-Programmierer auf Fake-Accounts in sozialen Medien spezialisiert – ein sehr einträgliches Geschäft, wenn man seinen Aussagen glaubt.

Eine Frage des Vertrauens

Wer Politik macht, benötigt Loyalität. Im ganz großen Maßstab die der Wähler, auf den parteipolitischen Ebenen darunter die der eigenen Mitglieder, Mitarbeiter und Gremien. Loyalität bekommt derjenige, der Erfolg, Aufstieg oder Status verspricht. Insbesondere die SPD kann seit vielen Vorsitzenden ein Lied davon singen. Und das nicht nur bei den Amts- und Mandatsträgern, sondern gleichermaßen in der Mitarbeiterschaft. Was neben einem Erfolgsversprechen Loyalität sichert, wird allerdings nur selten betrachtet.

Über den radikalen Wandel der Führungskultur

Der Klassiker von Helmut Schmidt "Wer Visionen hat, muss zum Arzt gehen" gilt nicht mehr. Heute heißt es: Wer keine Visionen hat, kann einpacken. Zumindest wenn er oder sie ein "Leader" ist. Neue Führungskräfte müssen visionär sein, inspirierend, starke Persönlichkeiten, emotional und empathisch. Titel werden irrelevant, Strukturen komplexer, Aufgaben vielfältiger.

Am Rande des Spielfelds

Otto Fricke (FDP), 2002 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags, 2009 bis 2013 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, seit 2014 Partner von CNC – Communications & Network Consulting

Foto: Soeren Stache/dpa

Lauter Könige: Über den Umgang mit schwierigen Chefs

Auch wenn Menschen überall mit "Problem-Chefs" zu kämpfen haben, so stehen gerade in Politik, Verwaltung und Verbänden besonders viele Führungskräfte in dem Ruf, schwierig zu sein. Dabei reicht die Spannweite vom schlicht kommunikationsschwachen Menschen bis hin zum ausgeprägten Narzissten. Warum ist das so? Welche Besonderheiten bestehen in Verwaltung und Politik, die solche "dunklen Seiten der Macht" fördern?

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