Labour

Lernt Labour von der SPD?

Es hätte der Tag des Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn sein können. Es hätte der dringend benötigte Befreiungsschlag werden können. Doch die Freude von Jeremy Corbyn währte kurz. Gerade erst hatte seine Partei in einer Unterhausnachwahl in Stoke-on-Trent das Mandat verteidigen und in dem europaskeptischsten Wahlkreis auf der Insel den Vormarsch der United Kingdom Independence Party (UKIP) erfolgreich abwehren können.

Labour droht die Spaltung

Sollte Jeremy Corbyn weiter an der Spitze der Partei verharren, werde es bis zu seinem Lebensende keine Labour-Regierung mehr geben – mit diesen eindringlichen Worten warnte Neil Kinnock am Montag seine Parteifreunde vor der erneuten Wahl Corbyns. Kinnock ist nicht irgendwer. Die Worte des langjährigen Vorsitzenden und EU-Kommissars haben in der Arbeiterpartei weiterhin Gewicht. Doch es darf bezweifelt werden, dass sein Ratschlag die Wiederwahl von Corbyn ernsthaft gefährden kann.

Labour sucht Hoffnungsträger

Unter der Führung von Ed Miliband erzielten die britischen Sozialdemokraten bei den Parlamentswahlen im Mai ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Unterhauswahl seit 1983. Entsprechend kündigte Miliband unmittelbar nach Verkündung des Wahlergebnisses seinen Rücktritt an. Er hinterlässt eine Partei, in der Richtungs- und Flügelkämpfe toben. 

Camerons Drahtseilakt

Großbritannien hat gewählt. Und während die Wahlnacht entgegen allen Vorhersagen den Konservativen von Premierminister David Cameron eine absolute Mehrheit bescherte, kostete sie zwei Parteivorsitzende das Amt. Am Morgen nach der Wahl traten Ed Miliband (Labour) und Nick Clegg (Liberale) von ihren Ämtern zurück. David Cameron hat nun die Aufgabe, zwischen den Europhilen und den Euroskeptikern ein verlässliches Regierungsprogramm auf die Beine zu stellen.

Großbritannien vor der Wahl

Seit rund einem Jahr liefern sich Labour und Tories in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Parteien verharren auch im Wahlkampfendspurt bei etwas mehr als 30 Prozent und werden es wohl aus eigener Kraft nicht schaffen, die für eine Regierungsbildung benötigten 326 Mandate zu erzielen.

"Mein Hund wird die Fragestunde nicht vermissen und ich auch nicht"

Weshalb haben Sie sich gerade jetzt dazu entschlossen, nicht wieder für das Unterhaus zu kandidieren?

David Blunkett: Ich werde dieses Jahr 68 Jahre alt und bin jetzt seit 45 Jahren so etwas wie eine Mischung aus einem Politiker und einem Sozialarbeiter. Das ist eine ganz schön lange Zeit und das war ein ganz schön heftiges Arbeitspensum, das ich zunächst als Ratsmitglied und anschließend als Unterhausabgeordneter absolviert habe.

Sie machen aber noch einen fitten Eindruck.

Blair’s Babe

Mehr als 70 Jahre lang war Birmingham-Edgbaston ein sicherer Wahlkreis für die Konservativen. Doch 1997 war es damit vorbei. Beim Erdrutschsieg von Labour ging die Tory-Hochburg verloren – ausgerechnet an Gisela Stuart, eine gebürtige Deutsche.

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