Krise

AfD-TV? Nein danke!

Wer das "Manifest 2017" der AfD studiert, dem kann um die Zukunft politischer Kommunikation angst und bange werden. Auf 33 Seiten hat die Partei ihre Strategie für das Wahljahr niedergeschrieben. Das im Dezember vom Bundesvorstand beschlossene und als vertraulich gekennzeichnete Papier offenbart die Denke jener Partei, die sich mit dem Claim "Mut zur Wahrheit" als Verfechterin derselben geriert. Das Papier zeigt einmal mehr: Die Partei hat ein gestörtes Verhältnis zu allem, was sie mit den Präfixen "Alt-" oder "Mainstream-" versieht.

Public Affairs in Zeiten der Krise

Die globalen Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Heute gibt es auf der Welt mehr demokratische Staaten, weniger Kriege und einfachere Zugänge zu Bildung und Informationen als vor 20 Jahren. Dennoch zeigen Umfragen, dass die Menschen die Chancen und finanziellen Möglichkeiten der zukünftigen Generation zusehends pessimistisch bewerten. Der Grund für diese Fehleinschätzung ist die individuelle Wahrnehmung der Lebensumwelt, die in den meisten Fällen nicht mit der tatsächlichen Realität übereinstimmt.

Wie erkennt man die Risiken von morgen, Herr Kovar?

Herr Kovar, Sie helfen Public Affairs-Beratern bei der strategischen Früherkennung von Risiken. Haben Lobbyisten in Deutschland hier noch großen Nachholbedarf?

Ja, politische und gesellschaftliche Risiken werden von Unternehmen noch nicht systematisch gehandhabt. Es ist ja vielmehr so, dass etwa die Hälfte der mittelständischen Unternehmen bis dato noch nicht einmal ein Public Affairs-Management haben.

Warum wird das Thema so unterschätzt?

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