Kampagne

"Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus muss nicht immer verbissen sein"

Jedes Jahr marschieren Neonazis durch das fränkische Wunsiedel, wo Rudolf Heß begraben ist. Doch im vergangenen Jahr war alles ein bisschen anders: Es gab eine Ziellinie, buntes Konfetti und jede Menge Anfeuerungsrufe. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckte die Organisation Exit Deutschland. Ohne das Wissen der Beteilig­ten wurde Geld eingesammelt und der Trauermarsch kurzerhand in einen Spendenlauf umfunktioniert: Für jeden Meter, den die Neonazis liefen, gingen zehn Euro an das Aussteigerprogramm.

Alles auf Magenta bei der FDP

Für Christian Lindner ist es ein gefundenes Fressen. Anfang Februar spricht der FDP-Vorsitzende im nordrhein-westfälischen Landtag über Existenzgründungen. Für Lindner, der nach dem Abitur und in seinen frühen Zwanzigern selbst unternehmerisch tätig war – und in einem Fall damit scheiterte – ein Thema, das mit der eigenen Biografie eng verwoben ist.

Und die Botschaft?

Die Kampagnenforschung ist mittlerweile ein sichtbares und sich stark entwickelndes Forschungsgebiet in den Sozialwissenschaften. Das hat damit zu tun, dass Kampagnen einen wesentlichen Unterschied machen können – "campaigns do matter!" Aber: Sie machen vor allem dann diesen entscheidenden Unterschied, wenn sie richtig geführt werden.

Keine Experimente!

Deutlicher als erwartet haben die Schotten im Referendum entschieden, das nunmehr 307 Jahre dauernde Bündnis mit England fortzuführen. Mehr als 55 Prozent der Wähler stimmten mit Nein und bescherten so der "Better Together"-Kampagne den Sieg.

Schotten stimmen über Unabhängigkeit ab

Ein tiefer Riss geht durch Schottland. Zwei politische Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber: auf der einen Seite die Separatisten von "Yes Scotland" – einem Bündnis aus schottischen Nationalisten, Grünen und Sozialisten –, die ein unabhängiges Schottland fordern. Ihnen gegenüber steht die "Better Together"-Kampagne, eine Allianz der drei großen britischen Parteien: Conservatives, Labour und Liberal Democrats, die eine Abspaltung Schottlands unbedingt verhindern möchten.

Eine Frage der Ideologie

Der Einzug von Technologie in die Politik wird meistens mit Barack Obama verbunden, startete aber lange vor ihm. Bereits 2004 begannen sich unterschiedlichste Bereiche – vom Fundraising bis zum Organizing – grundlegend zu verändern. Die Demokraten hatten dabei immer die Nase vorn.

Hat die SPD schon angeklopft, Mister Poynton?

Gespräch mit Gregor Poynton am Rande des Campaigning Summit in Zürich Ende Mai. Der Schotte hat als Political Director von Blue State Digital unter anderem die Präsidentschaftskampagnen von Barack Obama 2008 und 2012, François Hollande 2012 und Dilma Rousseff 2010 im digitalen Bereich unterstützt.

p&k: Mister Poynton, was finden Sie so faszinierend am Online-Campaigning?

"Keine Sau braucht die FDP" - oder etwa doch?

Mit dem Mut der Verzweiflung kämpft die FDP Brandenburg ums Überleben. "Keine Sau braucht die FDP" lautet der selbstironische Slogan der Kampagne, die die Liberalen bei der Landtagswahl am 14. September über die Fünf-Prozent-Hürde retten soll. Auf mehreren Großplakaten und der Webseite der FDP prangt der Spruch in blauen Großbuchstaben vor gelbem Hintergrund. Tagelang hatte FDP-Landeschef Gregor Beyer zu der eigenwilligen Aktion geschwiegen. Auf dem Anrufbeantworter seines Handys hieß es lediglich: "Keine Sau braucht die FDP!

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