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Gandhis Gespür für Macht und Salz

Nein, sein Vorname war nicht "Mahatma". Auch sonst führt die Stilkone des sanften Friedensgurus, der das Empire beschämte und Indien gewaltlos frei protestierte, in Mythennebel. Das Kolonialregime des britischen "Raj" scheint St. Gandhi nur mit Moral, Charisma und Gesten abgeräumt zu haben. Der echte Mohandas Gandhi schwebte nie erhaben über dem Morast der Tagespolitik. Seine Großleistung war nicht der Abzug der Briten. Es war der Aufbau einer Massenpartei.

Die neue p&k ist da!

[no-lexicon]Willkommen im politischen Herbst! Halbzeit der Großen Koalition – beginnt nun deren Erntezeit oder verändern die aktuellen Entwicklungen vieles? In jedem Fall wird wesentlich mehr als geplant ausgegeben werden müssen.

Sieben Thesen für die gelungene politische Kommunikation

In der politischen Kommunikation geht es oft darum, eine Gegenöffentlichkeit zum Mainstream zu schaffen. In den Jahren 2002 und 2003 wurde die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von Verdi und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erstmals erhoben, weil die Tarifbindung gerade in Dienstleistungsberufen massiv nachließ und die prekäre Beschäftigung bereits seit den neunziger Jahren um sich greifen konnte. Verschärft wurde die Situation durch die Hartz-Gesetze ab 2005.

Alles nur geklaut!

Am Sonntag findet in Frankfurt am Main zum ersten Mal ein Bürgerentscheid statt. Es geht um die Galopprennbahn, die einer DFB-Akademie und einem Park weichen soll. Gegen den Abriss der Rennbahn formierte sich eine Bürgerinitiative, die mit zahlreichen Plakaten im Stadtbild präsent ist.

Sanders Erfolgswelle

Bernie Sanders wird nicht der nächste Präsident der USA. Es gibt nicht viele Sicherheiten im Leben, aber das ist eine. Sanders, der im Senat als parteiunabhängiger Politiker aus dem nordöstlichsten Bundesstaat Vermont dient, ist seit wenigen Wochen ein Kandidat um das demokratische Präsidentschaftsticket.

Big Data, Big Deal

Es vergehen noch rund 500 Tage, bis der US-amerikanische Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016 in die heiße Phase eintritt. Dennoch wissen die Kampagnen-Verantwortlichen der Grand Old Party, der republikanischen Partei, bereits jetzt, wer ihre Wähler sein werden, wie die Stimmpotenziale verteilt sind und wer sie im Wahlkampf beim "Canvassing" vermutlich unterstützen wird. Das Instrument, auf das sie zurückgreifen, ihre neue Wunderwaffe, heißt i360. Sie verknüpft Datenströme aus unterschiedlichsten Quellen. Das Ziel: der gläserne Wähler.

Clinton vs. Clinton

Jetzt ist also offiziell, was seit Monaten ohnehin schon klar war: Hillary Clinton hat Sonntagnachmittag Ortszeit ihre Kandidatur bekannt gegeben und damit die Vorwahl der Demokraten – noch konkurrenzlos – begonnen. Doch die Hillary Clinton, die sich in einem Video vor potenziellen Wähler präsentiert, ist eine ganz andere als jene, die vor acht Jahren ihre Ambitionen öffentlich gemacht hat. Der Vergleich beider Ankündigungen sagt weniger über die Veränderung der Kandidatin aus als über die Veränderung in unserem Brotberuf: Kampagne. 

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