Kampagne

"Trump genießt Narrenfreiheit"

Hätte ich Sie vor einem Jahr gefragt, wer der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird, was hätten Sie geantwortet?

Ich hätte gesagt: Hillary Clinton wird es im zweiten Anlauf schaffen, weil sich bei den Demokraten nur ein Häuflein von Konkurrenten abzeichnete und die meisten nur Staffage waren, damit es nicht so mickrig aussieht. Bei den Republikanern zeichnete sich damals Jeb Bush ab und bei einer Konstellation Clinton vs. Bush hätte ich Clinton vorn gesehen.

Das Wahlkampf-Einmaleins

"In sechs Kapiteln zum Wahlsieg", verspricht der Ratgeber "Wahlen gewinnen" von Achim Moeller und Gwendolin Jungblut. Die Zusage, dass man tatsächlich als Mandatsträger hervorgehen wird, sofern man die Ratschläge beherzigt, ist ein bisschen voreilig – zumal das Buch eher solides Handwerk als spektakuläre Geheimtipps bereithält. Aber gerade für Politiker, die auf kommunaler Ebene zum ersten Mal einen Wahlkampf bestreiten, liefert es einen guten Überblick.

Brexit: Cameron drückt aufs Tempo

David Cameron ist zuversichtlich. Wenn alles klappt, wird der britische Premierminister am Wochenende Reformvorschläge präsentieren können, dank derer er sich für den Verbleib seines Landes in der EU einsetzen wird. Seine Strategie zielt auf den frühestmöglichen Termin für das Durchführen eines Referendums ab – nämlich Juni 2016. Damit würde er die EU-Skeptiker und Brexit-Befürworter stark unter Druck setzen, bei ihnen sind derzeit Streitereien an der Tagesordnung.

Smarte Wahlkämpfe

In dem Buch "The Victory Lab" stellt der amerikanische Journalist Sasha Issenberg eine steile These auf: Wo ein Wähler sein Kreuz macht, wüssten moderne Kampagnen schon, bevor es der Wähler selbst weiß. Realitätsfern ist das nicht: Die Berechenbarkeit von Wahlverhalten mit Hilfe von Big Data war die letzte große Innovation in Barack Obamas Kampagnen.

Klöckner vs. Dreyer

Es ist ein historisches Duell, da im kleinen Rheinland-Pfalz: Zum ersten Mal in einem Wahlkampf eines deutschen Bundeslands kämpft eine Ministerpräsidentin gegen eine Herausfordererin. Malu Dreyer gegen Julia Klöckner – so lautet das Duell in Rheinland-Pfalz bis zur Landtagswahl am 13. März 2016.

Die eine ist seit dem 16. Januar 2013 Ministerpräsidentin und SPD-Chefin, die andere seit September 2010 Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz und Herausfordererin. Beide wollen mit einem Thema punkten: der Zukunft.

Was kostet eine Bundestagskandidatur?

Natürlich hat er die Zahlen im Kopf. Er ist ja studierter Diplom-Kaufmann. Aber wenn der Bundestagsabgeordnete Florian Post über seine privaten Wahlkampfkosten spricht, dann stellt er erst mal einen Vergleich an, den sich jeder Zuhörer gut merken kann. "Das ist schon der Gegenwert von drei Weltreisen", sagt er. Um genau zu sein: Es waren 60.000 Euro. Sein ganzes Erspartes.

Rebell auf Regierungslinie

"Zielstrebigkeit und Ehrgeiz fallen mir da als Erstes ein", sagt Josef Barnekamp, der als Redakteur der "Borkener Zeitung" den Aufstieg von Jens Spahn seit 15 Jahren verfolgt. "Er wusste schon relativ früh, was er wollte." Wie wahr. Schon mit 15 trat er der Jungen Union bei, mit 17 der CDU und mit 22 zog er in den Bundestag ein, als direkt gewählter Abgeordneter. Das ist auch im katholisch geprägten Münsterland – nach wie vor CDU-Kernland – eine stramme Karriere.

#USA2016: Was bisher geschah

Jeb Bushs Kampagne ist zumindest noch nicht ganz tot. Die vergangenen Wochen waren recht turbulent für ihn: Seine Kampagne musste aufgrund der schwachen Umfragedaten in New Hampshire und Iowa die Strategie umstellen – weg von einer breiten "50 State Strategy" hin zu einer, die auf diese ersten beiden Vorwahlstaaten fokussiert.

Wahlen gewinnt man nicht mit Geld!

Seit Anfang des Jahres steht fest, dass sowohl uns als Mitstreiter in der Sache als auch den Grünen in Baden-Württemberg ein Experiment bevorsteht: Es geht darum, die erste Führungskampagne zur Wiederwahl eines grünen Ministerpräsidenten zu entwickeln und zu gestalten. Die kommenden Monate werden nicht nur für uns und unseren Kunden besonders, sie stellen vor allem für die politischen Gegner ein Novum dar. Nach 62 Jahren hat sich die Landesfarbe vom Schwarzen ins Grüne verfärbt. Erwartungsgemäß steigt der Beschuss von der Gegenseite beachtlich.

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