Kampagne

"Es reicht nicht, nur auf Social Media aktiv zu sein"

Frau Tuttlies, welche Mittel haben sich für Ihre Partei im Wahlkampf besonders bewährt?

Zum einen gibt es keinen Wahlkampf mehr ohne soziale Medien. Beim Brexit haben wir gesehen, welch explosive Wirkung sie haben können. Daher ist es umso wichtiger, dass man dort präsent ist. Angesichts von Fake News müssen wir uns dafür einsetzen, dass Manipulationen wie im Fall des Brexits bei den Europawahlen nicht passieren können.

Wie machen Sie das?

Political Campaign Festival: Kampagnen der Zukunft

In einem immer stärker polarisierten politischen Umfeld und mit dem Aufkommen neuer Tools und Technologien verändert sich die Arbeit der Kampagnenprofis von Parteien, Verbänden, Unternehmen und NGOs. Beim ersten Political Campaign Festival, das politik&kommunikation gemeinsam mit der Quadriga Hochschule veranstaltet, geben sie Einblicke in ihre Erfahrungen und die Trends der Kampagnenführung.

"Inhaltlich war es mit der CSU nicht immer leicht für uns"

Die Freien Wähler gelten als heißer Anwärter auf eine bürgerliche Regierungskoalition in Bayern. Der Generalsekretär und stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler Bayern, Michael Piazolo, spricht im Interview über die kommunalpolitische Herkunft seiner Partei, ihre Schwierigkeiten mit der CSU  und darüber, warum man den Wahlkampf seiner Meinung nach nicht überschätzen sollte.

Die Trickkiste der ­Doppelwahl

Die bayerische SPD ist nicht zu beneiden. Sie hat insgesamt nur rund zwei Millionen Euro für ihren Landtagswahlkampf zur Verfügung – und das im flächengrößten deutschen Bundesland. Angesichts des drohenden vierten Platzes (nach CSU, Grünen und AfD) kann man auch nicht gerade behaupten, dass sie das politische Momentum auf ihrer Seite hätte. Doch dann kam dieser eine Tag, an dem jemandem aus dem SPD-Team auffiel, dass es die finanziell weit besser aufgestellte CSU versäumt hatte, sich die Domain für ihren Wahlkampfslogan "Söder macht‘s" zu sichern.

"Die CSU hat sich einen Schnitzer erlaubt, den haben wir genutzt"

Die Zahlen sind desaströs für die bayerische SPD. Der Generalsekretär der SPD Bayern, Uli Grötsch, wird in diesen Tagen oft nach einem Ausweg gefragt. Der Bundestagsabgeordnete pendelt zwischen Berlin, München und seinem Wahlkreis in der Oberpfalz. Im Interview spricht er über einen SPD-Wahlkampf unter schwierigsten Bedingungen. 

Herr Grötsch, im Moment sind die Umfragewerte für die SPD sicher nicht zufriedenstellend. Was unternehmen Sie, um das Ruder noch herumzureißen?

"Unsere größte Herausforderung: Aufmerksamkeit erringen"

Die FDP will in Bayern zurück in den Landtag. Martin Hagen, selbstständiger Kommunikations- und Strategieberater, tritt an als Spitzenkandidat ohne Amt. Er war acht Jahre lang Geschäftsführer der FDP in Bayern, jetzt ist er einfaches Mitglied seiner Partei, die mit einer knallbunten Kampagne an den Stil der Bundestagswahl anknüpft. 

Herr Hagen, was muss in den Köpfen der Wähler passieren, damit acht Prozent der Menschen sich am 14. Oktober in Bayern dafür entscheiden, der FDP ihre Stimme zu geben?

Wahlkampf mit Arroganz und Härte

Der bayerische Landtagswahlkampf hat kaum begonnen – und doch ist er schon jetzt reich an Anekdoten, Inszenierungen und Symbolik. Zugegeben: Diese Dynamik ist nicht nur der Agilität des neuen Ministerpräsidenten zu verdanken, sondern hat mit der politischen Großwetterlage zu tun, die in ganz Europa populistische Parteien in die Parlamente und ins öffentliche Bewusstsein spült. Andererseits wurde der frühe Start des Wahlkampfs durch die Ämterrochade an der Regierungsspitze verursacht.

Die Bundeswehr als Pausengespräch

Für die Reality-Webserie "Die Rekruten" auf Youtube wurden zwölf Rekruten zwölf Wochen lang begleitet. In mehr als 80 Folgen gab die Employer-Branding-Kampagne der Bundeswehr Einblick in den Alltag während der Grundausbildung. 

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung?

Wie gewinnt man Botschafter für die gute Sache?

Mach Mittag ist eine Kampagne gegen Kinderarmut in Kiel: Spenden ermöglichen jedem Grundschulkind in der Stadt die Teilnahme am warmen Mittagessen. In rund 2,5 Jahren wurde eine Spendensumme von über 500.000 Euro generiert. Dabei kommt jeder gespendete Euro den Kindern zugute, denn sämtliche Leistungen der Kampagne sind von Unternehmen und Privatpersonen gespendet.

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung der Kampagne?

Seiten

RSS - Kampagne abonnieren