Kampagne

"Inhaltlich war es mit der CSU nicht immer leicht für uns"

Die Freien Wähler gelten als heißer Anwärter auf eine bürgerliche Regierungskoalition in Bayern. Der Generalsekretär und stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler Bayern, Michael Piazolo, spricht im Interview über die kommunalpolitische Herkunft seiner Partei, ihre Schwierigkeiten mit der CSU  und darüber, warum man den Wahlkampf seiner Meinung nach nicht überschätzen sollte.

Die Trickkiste der ­Doppelwahl

Die bayerische SPD ist nicht zu beneiden. Sie hat insgesamt nur rund zwei Millionen Euro für ihren Landtagswahlkampf zur Verfügung – und das im flächengrößten deutschen Bundesland. Angesichts des drohenden vierten Platzes (nach CSU, Grünen und AfD) kann man auch nicht gerade behaupten, dass sie das politische Momentum auf ihrer Seite hätte. Doch dann kam dieser eine Tag, an dem jemandem aus dem SPD-Team auffiel, dass es die finanziell weit besser aufgestellte CSU versäumt hatte, sich die Domain für ihren Wahlkampfslogan "Söder macht‘s" zu sichern.

"Die CSU hat sich einen Schnitzer erlaubt, den haben wir genutzt"

Die Zahlen sind desaströs für die bayerische SPD. Der Generalsekretär der SPD Bayern, Uli Grötsch, wird in diesen Tagen oft nach einem Ausweg gefragt. Der Bundestagsabgeordnete pendelt zwischen Berlin, München und seinem Wahlkreis in der Oberpfalz. Im Interview spricht er über einen SPD-Wahlkampf unter schwierigsten Bedingungen. 

Herr Grötsch, im Moment sind die Umfragewerte für die SPD sicher nicht zufriedenstellend. Was unternehmen Sie, um das Ruder noch herumzureißen?

"Unsere größte Herausforderung: Aufmerksamkeit erringen"

Die FDP will in Bayern zurück in den Landtag. Martin Hagen, selbstständiger Kommunikations- und Strategieberater, tritt an als Spitzenkandidat ohne Amt. Er war acht Jahre lang Geschäftsführer der FDP in Bayern, jetzt ist er einfaches Mitglied seiner Partei, die mit einer knallbunten Kampagne an den Stil der Bundestagswahl anknüpft. 

Herr Hagen, was muss in den Köpfen der Wähler passieren, damit acht Prozent der Menschen sich am 14. Oktober in Bayern dafür entscheiden, der FDP ihre Stimme zu geben?

Wahlkampf mit Arroganz und Härte

Der bayerische Landtagswahlkampf hat kaum begonnen – und doch ist er schon jetzt reich an Anekdoten, Inszenierungen und Symbolik. Zugegeben: Diese Dynamik ist nicht nur der Agilität des neuen Ministerpräsidenten zu verdanken, sondern hat mit der politischen Großwetterlage zu tun, die in ganz Europa populistische Parteien in die Parlamente und ins öffentliche Bewusstsein spült. Andererseits wurde der frühe Start des Wahlkampfs durch die Ämterrochade an der Regierungsspitze verursacht.

Die Bundeswehr als Pausengespräch

Für die Reality-Webserie "Die Rekruten" auf Youtube wurden zwölf Rekruten zwölf Wochen lang begleitet. In mehr als 80 Folgen gab die Employer-Branding-Kampagne der Bundeswehr Einblick in den Alltag während der Grundausbildung. 

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung?

Wie gewinnt man Botschafter für die gute Sache?

Mach Mittag ist eine Kampagne gegen Kinderarmut in Kiel: Spenden ermöglichen jedem Grundschulkind in der Stadt die Teilnahme am warmen Mittagessen. In rund 2,5 Jahren wurde eine Spendensumme von über 500.000 Euro generiert. Dabei kommt jeder gespendete Euro den Kindern zugute, denn sämtliche Leistungen der Kampagne sind von Unternehmen und Privatpersonen gespendet.

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung der Kampagne?

Mit drastischen Botschaften Aufmerksamkeit schaffen

Die für Terre des Hommes entwickelte rein digitale Awareness-Kampagne "Stoppt Waffenexporte" schlug in der NGO-Kommunikation neue Wege ein: Wie spricht man jüngere Zielgruppen, die im Zeitalter des dritten Screens leben, adäquat an – ohne im digitalen Rauschen unterzugehen? 

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung der Kampagne?

Eine Kampagne für stille Helden

Über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in der Pflege. Doch viele von ihnen vermissen die öffentliche Anerkennung ihres anspruchsvollen Berufs. Um die Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft zu meistern, braucht der Pflegeberuf mehr ­gesellschaftliche Anerkennung.

Was war das Ziel der Kampagne?

Wir schaffen öffentliche Aufmerksamkeit für das Engagement der Pflegekräfte und geben der Wertschätzung ein Gesicht.

Was waren Strategie und Maßnahmen?

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