Juncker

Brüssel tickt deutsch

Man muss nicht gleich so weit gehen wie Charlemagne. Der Kolumnist des britischen "Economist" sieht die Europäische Union auf dem Weg in eine "Teutonische Union". Obwohl nach der Europawahl kein Deutscher für einen führenden EU-Posten nominiert wurde, so Charlemagne, könne Kanzlerin Angela Merkel in der neuen Legislaturperiode in Brüssel nach Belieben die Strippen ziehen. Schließlich habe sie mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk zwei wichtige deutsche Verbündete auf zentrale EU-Posten gehievt.

Ziemlich beste Freunde?

Über Sieg oder Niederlage in einem TV-Duell entscheiden nur zum Teil die Worte. Wenn es darum geht, wie die Zuschauer die Kontrahenten bewerten, geben Mimik und Körpersprache den Ausschlag. Gerade und noch mehr bei einem Duell zwischen Kandidaten, die der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt sind. Betrachtet man die schwache Medienpräsenz des Europäischen Parlaments und die niedrige Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2009 (in Deutschland 43,3 Prozent), scheint das Interesse der Bevölkerung am Europawahlkampf doch eher gering zu sein.

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