Instagram

Wie Ministerpräsidenten Instagram nutzen

Instagram ist den politischen Kinderschuhen entwachsen. Nutzten zur Bundestagswahl 2017 noch nicht einmal die Hälfte der später gewählten Parlamentarier die Plattform, liegt die Nutzungsdichte der heute auf Instagram vertretenen MdBs schätzungsweise bei drei von vier. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf Landesebene. Auch zahlreiche Kommunalpolitiker haben die Plattform für sich entdeckt. Nur: Wieso eigentlich? Was kann Instagram, was etwa Facebook oder ein Newsletter nicht können?

Wie digitale Plattformen sich um Transparenz bemühen

Vor der Europawahl war die Sorge vor möglichen Manipulationen im Netz groß. Insbesondere Facebook stand nach diversen Daten­skandalen, mangelnder Transparenz und immer mehr Hass und Hetze in der Kritik. Vor allem der Skandal um die massenhafte Nutzung von Facebook-Nutzerdaten für politische Zwecke durch die Firma Cambridge Analytica löste 2018 einen globalen Aufschrei aus und machte erstmals die dringende Notwendigkeit für Regulierung und mehr Kontrolle bei gesellschaftlichen Fragen offensichtlich.

Politik und Lippenstifte

Mehr als sechs Millionen Menschen folgen "Bibi" auf Instagram, kaum weniger Fans hat "Dagi Bee". Und die minderjährigen Zwillinge Lisa und Lena erfreuen sich sogar mehr als 13 Millionen Follower auf der Plattform. Man nennt diese Social-Media-Stars Influencer. Weil sie andere Menschen nicht nur erreichen, sondern sie sogar dazu bringen können, gewisse Dinge zu tun oder zu kaufen. Und so ist seit einigen Jahren die Disziplin Influencer-Marketing aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. 

Quadratisch, praktisch, bunt: Politik auf Instagram

Ein Kakao-Herz im Cappuccino-Schaum, Lifestyle-­Tipps und Selfies vor perfekter Strandkulisse – was hat all das mit Politik zu tun? Einiges, denn die Social-Media-Plattform Instagram wird auch für die politische Kommunikation immer interessanter. Instagram wächst und erreicht in Deutschland mittlerweile mehr als 15 Millionen Nutzer, die täglich aktiv sind (Stand: August 2017). Zum Vergleich: 2015 waren es gerade einmal 4,5 Millionen. Das entspricht einer Nutzersteigerung von mehr als 233 Prozent in zwei Jahren.

Diese vier Fehler sollten sich Politiker auf Instagram sparen

Der Wahlkampf 2017 sei so digital wie nie zuvor und das Land brauche mehr digitale Kompetenz – das sind die Binsenweisheiten dieser Tage. Doch wie ein Blick auf die Social-Media-Plattformen verrät, tun sich Deutschlands Spitzenpolitiker mit ihrem Appell nach Veränderung selbst schwer. Damit sind weniger einzelne Entgleisungen gemeint, das Problem ist vielmehr grundsätzlicher Natur: Social Media honoriert Authentizität – die haben Deutschlands Politiker aber offenbar größtenteils verlernt.

Multiple Persönlichkeiten im Social Web

Es ist der 1. Dezember 2015 und seine Fans auf Facebook merken es sofort: Frank-Walter Steinmeier hat sein Profil verändert. Statt eines typischen PR-Fotos mit dem lächelnden Konterfei des Außenministers prangt nun eine kleine Aids-Schleife an der Position des Profilbilds. Sämtliche Äußerungen postet der SPD-Politiker mit dem digital angesteckten Symbol, gleichsam als Mahnmal für Opfer und Betroffene der Krankheit.

RSS - Instagram abonnieren