Innovation

Neue Wege im Lobbying

Im Marketing ist das Wort "neu" ein Garant für Aufmerksamkeit. "Jetzt neu", "Weltneuheit", "neu im Kühlregal". Neu verkauft sich gut. Alt ist oll. Aber nicht immer bedeutet das Label "neu" auch wirklich, dass eine Sache noch nie dagewesen ist. Im Lobbying verhält es sich ähnlich. Die alte Lobbyschule gilt als angestaubt. Kumpanei und Hinterzimmer haben ausgedient – zumindest offiziell. In Wirklichkeit führt am vertrauensvollen Gespräch und dem verlässlichen Kontakt auch heute kein Weg vorbei.

Warum verändert sich so wenig in der Beraterbranche, Herr Frevel?

p&k: Herr Frevel, Sie beschreiben die Beratungsbranche als wenig innovationsfreudig. Woran machen Sie das fest?

Sebastian Frevel: Die Beratungsbranche orientiert sich am Politikgeschäft. Und das ist People Business: Es geht um den Handel mit Informationen und darum, Vertrauen aufzubauen. Das machen Menschen immer auf eine ähnliche Art und Weise. Vertrauen bildet sich zudem nur sehr langsam. Es bedarf wiederkehrender Formate und persönlicher Beziehungen. Deshalb gibt es für das klassische Lobbying einige Grundkonstanten.

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