Große Koalition

Ist die SPD eine schwer führbare Partei, Herr Beck?

Herr Beck, was sagt Ihnen das Verhältnis acht zu eins?

Gar nichts.

Das ist die Anzahl der SPD-Vorsitzenden während der Amtszeit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.

Ich hatte nicht mitgezählt, aber Sie haben recht. Das ist ein Teil der Herausforderung, vor der wir jetzt stehen: personelle Kontinuität und die inhaltliche Wiedererkennbarkeit der SPD-Werte in die eigenen Reihen zu bringen.

Was bedeutete das Amt des SPD-Vorsitzenden für Sie?

The ­Making of ­Groko

Die Deutschen wählen alle vier Jahre einen neuen Bundestag. Dabei sind sich die führenden Politiker von Union und SPD heimlich schon lange einig, dass es klüger wäre, nur alle fünf Jahre wählen zu lassen. Aber die Verlängerung der Legislaturperiode, die es in fast allen Bundesländern schon gegeben hat, fand aus Mangel an Mut wieder keinen Eingang in den neuen Koalitionsvertrag. 

Fünf Gründe für das Wahldebakel der SPD

Während es in der SPD seit dem Wahlsonntag darum geht, sich für die angestrebte Oppositionsführerrolle personell neu aufzustellen und die öffentliche Debatte wieder einmal von der AfD bestimmt wird, scheinen die Ursachen für die Wahlschlappe der SPD in den Hintergrund zu geraten. Doch auch wenn man in der Partei endlich verstanden zu haben scheint, dass Opposition nicht immer Mist ist, sei ihr dringend empfohlen, auch zurückzublicken, um zukünftig mit klarem Visier nach vorne schauen zu können.

Public-Affairs-Beauftragte stellen Großer Koalition schlechtes Zeugnis aus

Nach Einschätzung von Public-Affairs-Beauftragten hat sich im vergangenen Jahr die Leistung der Großen Koalition auf Bundesebene verschlechtert. Das geht aus einer Umfrage der Agentur MSL Germany hervor. Mehr als die Hälfte der 70 teilnehmenden Public-Affairs-Verantwortlichen aus Unternehmen und Verbänden bewertet die Arbeit der Regierung mit "schlecht" (50 Prozent) oder sogar "sehr schlecht" (drei Prozent). Die Leistung der Opposition wird von 76 Prozent als unzureichend eingestuft.

Lobbyisten kritisieren Große Koalition

Bereits zum 13. Mal hat MSL Germany im Juli und August mehr als 300 Public Affairs- Verantwortliche in Unternehmen und Verbänden um eine Einschätzung der Arbeit der Bundesregierung gebeten. 54 Prozent der Befragten bewerteten die Große Koalition als "schlecht", 43 Prozent als "gut". Damit steht eine Mehrheit der Befragten der Regierungsarbeit kritisch gegenüber. Verglichen mit der vorangegangen schwarz-gelben Koalition schneidet das aktuelle Regierungsbündnis allerdings wesentlich besser ab.

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