Generation Y

Die Generation Y gelangt an die Schalthebel

Kaum ein Anblick führt den Beginn des neuen Kapitels besser vor Augen als die allgegenwärtige gute Laune der 33-jährigen bayerischen Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze im zurückliegenden Landtagswahlkampf, deren Beliebtheitswerte maßgeblich zur Verdopplung des Wahlergebnisses ihrer Partei beitrugen. Mit ihrer Offenheit erschloss Schulze bei der Landtagswahl den Grünen der Ära Habeck/Baerbock auch im CSU-Stammland neue Wählerschichten, die einstige Grabenkämpfer und Prinzipienreiter ihrer Partei niemals erreichten.

Kanäle in die Politik

Der Unterschied könnte größer kaum sein: Wer sich früher als junger Mensch politisch engagierte, tat dies mehrheitlich in eta­blierten Parteien. Ochsentour, Marsch durch die Institutionen, Parteiämter, langer Atem. Hinzu kamen im Vergleich zu heute klare Weltbilder: Wer etwa der Babyboomer-Kohorte bis Mitte der 1960er-Jahrgänge angehörte, war entweder von seinen durch die 68er-Bewegung geprägten Lehrern angetan oder abgeschreckt.

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