Frauen und Macht

Ich hab Bock auf Quote!

Chefin zu werden, ist für Frauen bislang kein einfaches Unterfangen. In Aufsichtsräten und Gremien muss man sie mit der Lupe suchen. Deshalb hat die SPD dafür gesorgt, dass die Frauenquote im Koalitionsvertrag steht. Und deshalb setzt Manuela Schwesig – endlich eine Frauenministerin! – diesen Punkt derzeit um.

Her­ren­ge­sell­schaft

p&k: Frau Lawless, der Vorwahlkampf für die US-Präsidentschaftswahlen 2016 hat bereits begonnen. Aller Voraussicht nach wird Ex-Außenministerin Hillary Clinton wieder ihren Hut in den Ring werfen, um für die Demokraten ins Rennen um das Weiße Haus zu gehen. Ist Amerika bereit für eine Präsidentin?

Warum ich gegen die Quote bin

"Du lernst es auch noch!" ist einer meiner "Lieblingssätze". Ich habe ihn oft gehört im Laufe des Erwachsenwerdens. Mit dieser altväterlichen Zurechtweisung zur Beendigung einer Debatte wird gern auf die vermeintliche Überlegenheit aufgrund des höheren Lebensalters verwiesen. Ein vermeintliches "Totschlagargument". Doch handelt es sich dabei nicht einmal um ein Argument. Es überzeugt nicht.

Die Souveräne: Susanna Karawanskij

"Oh Gott! Wie verrückt!" Susanna Karawanskij – schwarzes Haar, schwarzes Kleid, schwarze Pumps – sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen in ihrem Bundestagsbüro, zieht die Augenbrauen hoch und lacht. Dass manche Zeitungen sie zum "neuen, schönen Gesicht des Sozialismus" und zur Konkurrenz für die Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hochstilisieren, amüsiert die Linken-Abgeordnete aus Nordsachsen sichtlich.

Die Ausgleichende: Irene Mihalic

Die Dame in grüner Uniform ist ein Hingucker. Ein wenig steif um die Hüften zwar, aber mit Abzeichen dekoriert, lehnt die Schaufensterpuppe in der Ecke von Irene Mihalics Büro. "Sie trägt meine alte Dienstuniform", erklärt die Grünen-Abgeordnete. In weißem T-Shirt und leicht verknitterter Leinenhose rückt sie auf Wunsch des Fotografen die Puppe näher an ihren Schreibtisch. „Als ich in den Bundestag kam, habe ich aber beschlossen, dass sie hier einen Platz bekommen soll – als Erinnerung daran, woher ich komme“, erzählt die 37-Jährige.

Die Selbstbestimmte: Nina Warken

Sie mag diese Perspektive: Alle Kollegen vor sich, das Geschehen im Blick. "Ein ehrfürchtiges Gefühl" habe sie "da oben", als Schriftführerin im Plenarsaal des Deutschen Bundestages, rechts oder links vom Platz des Präsidenten, erzählt Nina Warken. Dann kann die CDU-Abgeordnete es manchmal gar nicht glauben, dass sie 2013 ins Parlament gewählt wurde.

RSS - Frauen und Macht abonnieren