Europawahlen

"Man sieht nicht recht, was man mit seiner Stimme bewirkt"

p&k: Frau Professor Holtz-Bacha, die Europawahl wird häufig als Nebenwahl, als Wahl zweiter Ordnung, bezeichnet. Gilt diese Kategorisierung 2014 noch?

Christina Holtz-Bacha: Ja, denn nach wie vor fehlt der Europawahl die Spannung, die etwa eine Bundestagswahl ausmacht. Man sieht nicht so recht, was man mit seiner Stimme bewirkt: keine Regierung, keine Kanzlerin, keine Koalition.

Wer schafft es ins Europaparlament, Herr Hilmer?

p&k: Wie viele Stimmen braucht eine Partei, um im nächsten Europäischen Parlament vertreten zu sein?

Richard Hilmer: Das hängt natürlich von der Wahlbeteiligung ab. Ausgehend vom Wahlergebnis 2009 hätten knapp 135.000 Stimmen gereicht, um ein Mandat im Europäischen Parlament zu bekommen. Das waren damals 0,5 Prozent der Stimmen.

Wird die Wahlbeteiligung dieses Mal eher steigen oder fallen? 2009 lag sie bei 43,3 Prozent.

Wer ist deutscher Twitter-König im Europäischen Parlament?

Im Grunde reichen zwei Zahlen, um zu erkennen, wie erfolgreich ein Twitterer den Kurznachrichtendienst nutzt: die abgesetzten Tweets und die Anzahl seiner Follower. Mit anderen Worten: Wer schreibt wie oft und wie viele Menschen erreicht er damit? In der aktuellen Ausgabe von p&k nimmt Lukas Vanacker diese Zahlen ins Visier. Der in Belgien tätige Journalist hat die Twitter-Profile aller Abgeordneten des Europaparlamentes untersucht und die Zahlen verglichen. 

"Gemütliches Elitenkartell"

Ich interessiere mich für Europa, da ich es mit all meinen Kräften bekämpfe.“ „Die EU ist ein Monster.“ „Wer Europa (…) in die Zukunft führen will, (…) der muss letztlich den Weg zu den nationalen Währungen zurückgehen.“ „Immer, wenn die EU beteiligt ist, hast du ein Problem.”

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