Donald Trump

Alles Trump: Neues aus der US-Medienwelt

Spätestens seit der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA ist bekannt, wie gespalten die Medienlandschaft jenseits des Atlantiks ist – Trump hat die Fronten selbst betont und provoziert. Grob gesagt: Wer eine demokratische Sicht auf die Dinge hat, guckt CNN und MSNBC, wer Repu­blikaner ist, Fox News. "Trumping your life: How to be a better, stronger person", heißt es beispielsweise beim Murdoch-Sender. 

Die Sprecherinnen des Weißen Hauses

Pressesprecher des Weißen Hauses zu sein, ist in diesen Zeiten kein Traumjob. Das liegt zum einen an dem erratisch regierenden Präsidenten Donald Trump, der sich von keiner Kommunikationsstrategie leiten lässt. Seinen ersten Sprecher, Sean Spicer, ließ er gleich im ersten Briefing nach der Inauguration im Januar 2017 lügen. Über die Größe des Publikums nämlich, das angeblich jenes von Amtsvorgänger Barack Obama 2009 übertroffen habe. Dabei bewiesen Fernsehbilder und allgemein zugängliche Daten, etwa über die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, das Gegenteil.

Ein Leben als Feind

Als "Feinde des amerikanischen Volks", hat Donald Trump Medien bezeichnet, die kritisch über ihn berichten. So muss auch ich mich als Feind fühlen, wenn ich das Weiße Haus betrete. Besonders heftige Wort­gefechte liefern sich der Präsident und sein Presseteam dort immer wieder mit CNN. Studien zeigen, dass die Spaltung des Landes auch an der Wahrnehmung von CNN deutlich wird. Bei einer Umfrage unter Wählern der Republikaner gaben 89 Prozent an, Trump mehr zu vertrauen als CNN.

Diesen Personen vertraut Donald Trump

Donald Trump war wütend. Sehr sogar. Anfang März, nach der sechsten Woche seiner Präsidentschaft, reiste der 70-Jährige gefrustet nach Florida. Dort, in seinem herrschaftlichen Anwesen Mar-a-Lago, war er König. Dort konnte er Golf spielen und musste sich nicht mit den Russlandproblemen seines Justizministers auseinandersetzen. Keine Leaks, keine Pressekonferenzen, keine Fake News.

Die europäische Politik "trumpetisiert" sich

Nach dem Brexit-Schock und den Kampagnen der Populisten mit dem Motto "EU – nein, danke!" stellt sich die Frage, was in Europa seit einiger Zeit schiefläuft. Dafür sorgen zwei Themen: die neue Dimension von Immigration durch die Flüchtlingskrise sowie eine erhöhte Terrorgefahr. Die jüngsten Anschläge mit einem außergewöhnlichen Symbolwert haben nicht nur in Frankreich und Deutschland die Bevölkerung verunsichert. Die Stunde der Populisten schlägt.

Im Spiel "Trump – Europa" steht es 3:0

Unabhängig davon, wie Europa die Ankündigungen von Donald Trump inhaltlich bewertet – Respekt vor seiner Taktik! Trump schafft den Verhandlungs-Hattrick, bevor das Spiel überhaupt angefangen hat. Während das alte Europa gerade die uralte Rivalität zwischen England und Frankreich für die Brexit-Verhandlungen aufleben lässt, hat Trump die Karten für die bevorstehenden Verhandlungen zu Welthandel, Nato und Klimaverträgen nach seiner Agenda gemischt.

Die Psychologie des Postfaktischen

Es ist bei weitem nicht so, dass 2016 Wähler erstmals emotionale, nicht an rationalen Fakten ausgerichtete Wahlentscheidungen getroffen hätten. Nur ein Beispiel: 2011 fuhren die Grünen aufgrund der Atomkatastrophe in Japan einen unerwartet hohen Sieg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein. Der Slogan "Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt" – funktionierte, weil er die Ängste der Menschen aufgriff. Objektiv betrachtet war die Situation mit deutschen Atomkraftwerken aber nicht vergleichbar.

Ein Rebell im Weißen Haus

Es hatte etwas von einer Reality-Fernsehshow, als president-elect Donald Trump eineinhalb Wochen vor seiner Amtseinführung zum ersten Mal nach seinem Wahlsieg in der marmorverzierten Lobby seines Hochhauses vor die Presse trat. Wer sich einen moderaten Ton erhofft hatte, wurde enttäuscht.

Wie lässt sich Donald Trumps Erfolg erklären?

[no-lexicon] Der Fall, den die wenigsten für möglich gehalten haben, ist eingetreten. Im Rennen um das Weiße Haus hat Donald Trump die Favoritin Hillary Clinton geschlagen. Am Tag nach der Wahl beginnt die Ursachenforschung. politik&kommunikation hat bei Experten nachgefragt:

Wie ist der Wahlsieg Donald Trumps zu erklären und warum haben ihn so wenige Beobachter kommen sehen?

Hugo Müller-Vogg, Publizist:

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